Oebisfelde l Der vom Land angeordneten Pflicht, einen Mund- und Nasen-Schutz in Geschäften und Nahverkehrsmitteln zu tragen, folgte in Oebisfelde in nicht einmal 48 Stunden eine große Nachfrage nach Einweg-Schutzartikeln und von Hand genähten, wiederverwendbaren Schutzmasken. Weiterhin nicht zu kaufen sind medizinische Spezialmasken, wie sie in Krankenhäusern und von medizinischem Fachpersonal bei der Behandlung von Patienten genutzt werden, die sich mit dem Covid-19-Virus infiziert haben.

Es besteht zweifellos ein Mangel in der Menge an Mund- und Nasen-Schutz, lautete die Auskunft aus einer Apotheke in Oebisfelde. Dort wie anderswo müssten die Mitarbeiterinnen strikt haushalten, damit die täglich bereitstehende Menge an Einwegartikeln möglichst über den gesamten Tag reichen. Aktuell, so die dortige interne Regelung, werden pro Kunde zwei Einweg-Schutz-vliese verkauft. Bei einigen von diesen Artikeln müssen die Kunden dann noch selbst kreativ werden, denn die Bebänderung für den festen Sitz ist noch einzufädeln.

„Wir müssen nehmen, was der Großhandel hergibt. Und auch dort kommen die Disponenten ins Schwitzen, weil der Bedarf um so viel größer ist als die Bestände“, hieß es von der Fachkraft in einer anderen Oebisfelder Apotheke.

Mittlerweile sind im Stadtbereich immer mehr Personen unterwegs, die eine Eigen-kreation nutzen. Das Internet macht es möglich. Dort sind Materialien, Zuschnitt- und Nähmuster aufgelistet und die hygienischen Regeln für die jeweiligen Masken gibt es gleich dazu.

Aber auch in einigen Geschäften in der Allerstadt gehören derartige Schutzmasken zum Verkaufssortiment. In der Oebisfelder Altstadt gehen selbst genähte und vor allem wiederverwendbare Mund- und Nasen-Masken wie warme Semmeln über den Ladentisch. In einem Modegeschäft kommt die Inhaberin den Anfragen nicht hinterher, so dass binnen weniger Tage eine lange Warteliste zum Abarbeiten angefallen ist.

Der entscheidende Vorteil der zumeist aus Baumwolle oder Leinen hergestellten Masken ist die Möglichkeit des Wiederverwendens. Wichtig dabei ist jedoch der regelmäßige Wechsel von Masken und stets ein Waschen über 30 Minuten bei mindestens 60 Grad Celsius, empfehlen Experten.

Beim Tragen kommt es zudem darauf an, dass solch ein Schutz eng an der Gesichtsform anliegt und das tatsächlich auch Mund und Nase bedeckt sind. Kommt es zu einer Durchfeuchtung, dann muss diese Stoffmaske sofort wieder durch eine andere ersetzt und desinfiziert werden, lautet ein anderer Hinweis.