Buchhorst l Auslöser für das Erstellen des Fragenkatalogs zum Problem Eichenprozessionsspinner (EPS), der seit dem 7. Januar im Landratsamt vorliegen soll, war die Verunsicherung der Buchhorster Gruppe, nachdem ein anberaumtes Treffen der kreislichen Arbeitsgruppe im Dezember nicht stattgefunden hat und die Buchhorster Vertreterin in dem Gremium davon erst im Landratsamt überrascht worden war. „Das ist ein Verhalten, das beim Ernst der Situation überflüssig ist und uns im Vertrauen gegenüber dem Landkreis nicht stärkt“, hieß es auf Anfrage der Volksstimme am Sonnabend von einem Mitglied der Buchhorster Gruppe (Name ist der Redaktion bekannt).

Zu einer zusätzlichen Belastung für die EPS-Gruppe Buchhorst hat das Ausscheiden vom bislang als Sprecher der dörflichen Initiative agierenden Patrick Konkiel geführt. Konkiel äußerte gegenüber der Volksstimme, dass er seine Ziele für die örtliche Gruppe, nämlich das Erstellen der Gefährdungsanalyse, als erreicht ansehe. Deshalb gebe es für ihn keinen weiteren Grund, die Arbeit in der Gruppe fortzuführen.

Das sehen die Mitwirkenden in diesem Initiativverbund anders. Für sie sind die kommenden Tage und Wochen sehr wohl entscheidend, da sicherzustellen ist, dass in diesem Jahr zeitlich pünktlich und örtlich umfassend gegen die Brut des Schädlings vorgegangen wird.

Fragenkatalog

Umso mehr legen die Buchhorster Aktivisten Wert auf die Beantwortung des Fragenkatalogs und den Besuch von Landrat Stichnoth, weil nach Aussage aus der Gruppe die Gefährdungsbeurteilung der Arbeitsgruppe EPS-Börde in Buchhorst „nie angekommen ist“. Und auch der Wechsel in der Leitung der kreislichen Arbeitsgruppe lasse für die Buchhorster Gruppe die Annahme zu, so eine andere Aussage, dass der gesamte Prozess im Kampf gegen die Schädlingsbrut ins Stocken kommen könnte.

Landrat Martin Stichnoth hat mittlerweile sein Kommen zum Ortstermin am 6. Februar zugesagt, wie es hieß. Dieses Treffen solle allerdings ohne die Öffentlichkeit stattfinden, „um jeder Seite die Möglichkeit zu bieten, die Fakten klar vorzubringen und den Dialog zwischen der Kreisverwaltung und den Buchhorstern in vertrautes Fahrwasser zu bringen“.

Wie von Landkreis-Pressesprecher Uwe Baumgart auf Anfrage am gestrigen Montag zu erfahren war, seien durch den Zuwendungsvertrag zwischen dem Land Sachsen-Anhalt und dem Landkreis insgesamt 119.000 Euro im Kampf gegen den EPS-Schädling gesichert, wobei 95.800 Euro reine Landesmittel sind. Aktuell werde im Hause das entsprechende Leistungsverzeichnis für die Bekämpfungsstrategie erstellt, informiert Baumgart. Es kann davon ausgegangen werden, so der Pressesprecher, dass die Ausschreibungen für die Bekämpfungsmaßnahmen noch diese Woche erfolgen werden.