Oebisfelde l Eine möglicherweise wegweisende Empfehlung für den Stadtrat war zum Schluss der nichtöffentlichen Sitzung des Hauptausschusses der Stadt Oebisfelde-Weferlingen zu Wochenbeginn gefallen: Dem Stadtrat wurde einstimmig empfohlen, am flächendeckenden Breitbandausbau innerhalb der Gemeindegrenzen festzuhalten. Diese Aussage wurde einstimmig vom Hauptausschuss getroffen. Der Wert dieser Empfehlung muss umso mehr als gewichtig angesehen werden, da auch die bei der Sitzung beratend dabei gewesenen Spitzen der Stadtratsfraktionen, die Ortsbürgermeister in den Ausbau-Clustern fünf und sieben sowie die vom Finanzausschuss zu dem Entschluss beitrugen.

Positive Stimmung

Wie Bürgermeister und Verwaltungschef Hans-Werner Kraul (CDU), in diesem Fall auch Vorsitzender des Hauptausschusses, gegenüber der Volksstimme erläuterte, hatte die Kundenakquise in den beiden Clustern nicht den Mindestwert von 65 Prozent erreicht. Aufgrund der Corona-Krise mussten auch die Informationsveranstaltungen im März in Ribbensdorf, Siestedt und Döhren zunächst verschoben werden. Die für die Bürger fehlenden Informationen führten zu einem mangelnden Interesse an dem Prestigeprojekt. Entscheidend für die Zusage der Breitbandversorgung eines Ortes ist jedoch die Wirtschaftlichkeit des Projektes.

Um nun ein Stimmungsbild zu erhalten und die aktuelle Ausbausituation zu beleuchten, traf sich der Hauptausschuss im Oebisfelder Rittersaal. Waren die Befürworter des Giganetzes vor der Corona-Krise noch davon überzeugt, die Wirtschaftlichkeit des Ausbaus erreichen zu können, mussten sie einräumen, dass noch einmal ordentlich „die Werbetrommel gerührt werden muss“.

Dieses Trommeln sollen nun die sogenannten „Baggerspringer“ erreichen. Gemeint sind die Einwohner eines Ortes, die sich erst dann entscheiden, wenn sie die Bagger für die Anschlussarbeiten kurz vor ihrer Haustür bemerken. Nicht nur Kraul war überzeugt, dass hier ein Hebel für neue Zuwächse bei den Breitbandanschlüssen zu finden ist.

Kraul äußerte sich in der Sitzung und auf Anfrage dazu eindeutig: „Der Stadtrat hat sich für einen flächendeckenden Ausbau entschlossen. Jedes Gebäude, jeder Hausbesitzer soll angeschlossen werden. Was wir angefangen haben, bringen wir trotz Erschwernissen auch zu Ende.“

Der Bürgermeister ist überzeugt, dass die Stadt ohne einen finanziellen Schaden dieses Vorhaben zum Wohl der Bürger, der Wirtschaft und Schulentwicklung zudem für mehr Attraktivität der Region umsetzen wird. Er informierte zudem, dass, solange die Corona-Auflagen bestehen, Ausschusssitzungen im Oebisfelder Rittersaal abgehalten werden. Hingegen kommt der Stadtrat zu seinen Sitzungen im Haus der Generationen in Weferlingen zusammen. Das nächste Mal am Dienstag, 12. Mai, um 19 Uhr.