Oebisfelde l Das wurde im Verlauf der Jahreshauptversammlung deutlich. Und auch das Ergebnis der Vorstandswahl drückte den Mehrwert aus: einstimmige Wiederwahl. Diese Wahl im Verlauf der Jahreshauptversammlung im Mehrgenerationenhaus der Stadt war der Vertrauensbeweis schlechthin. Es wurde offen abgestimmt, die Voten fielen einstimmig aus. Wenn Ulrich Pettke bei dem konstituierenden Gespräch der Führungsriege nicht wieder den Vorsitz angenommen hätte, das hätte die Mitgliederversammlung nicht verstanden. Als Wahlleiter fungierte übrigens Volker Einbrodt, der schon vor den Wahlen auf eigenen Wunsch auf eine weitere Amtsperiode im Vorstand verzichtet hatte.

Pettke ist der unbestrittene Motor des 196 Mitglieder zählenden Vereins. Umtriebig, zielorientiert und mit einem stoischen Durchsetzungsvermögen, das schon oberste Stellen im Oebisfelder Rathaus ins Grübeln gebracht hat. Er und seine Vorstandsmitglieder haben dabei stets das selbstlose Ziel, die Stadt Oebisfelde durch Aktionen, Maßnahmen und Veranstaltungen ins exzellente öffentliche Licht zu stellen.

Auf den Punkt brachte es Kämmerin Regina Sobeck, die im Versammlungsverlauf die Grußworte der Stadt überbrachte, mit den Satz: „Ohne den Heimatverein würde es das Burg- und Heimatmuseum nicht geben.“ Die Repräsentantin der Stadt dankte dem Heimatverein ausdrücklich für dessen Engagement für das exzellente Renommee der Stadt und für die sichtbaren Spuren, die vielerorts zu sehen und zu erleben sind.

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In dem Jahresbericht 2017 berichtete Pettke von 18 kleineren wie größeren Aktivitäten. Das Aushängeschild für Stadt und Verein waren und bleiben die Nachtwächterführungen. Aufmerksamkeit erzielten die Heimatfreunde aber auch durch die Teilnahme am Festumzug am Tag der Niedersachsen in Wolfsburg.

Ausgesprochenes Lob gab es für das Team, das beiden historischen Rathausuhren wieder Leben eingehaucht hat. Steffen Wetterling, Gerd Wartenberg, Karl-Heinz Tiede aus Velpke und der später geehrte Fred Hoffmann gelang dieses Double an meisterlicher Arbeit. Auch der Kauf und die Installation des Fernrohrs auf dem Burgturm oder die Restauration des Hirschgeweihs am Haupteingang zur Burg kam auf Initiative der Heimatfreunde zum Abschluss. Nun aber müsse dort dringend die Treppe saniert werden, lautete eine erneute Erinnerung daran in Richtung Stadt.

Gesellschaftlicher Höhepunkt des Vereinslebens war die Feier des 25-jährigen Vereinsjubiläums mit Konzert und Kaffeetafel im Sommer 2017. Eine andere Feier dürfte ebenfalls in die Vereinsanalen eingehen: die Enthüllung der Gedenktafel im Mai am ehemaligen Wohnhaus des einstigen jüdischen Mitbürgers Sally Perell in der Bahnhofstraße, im Beisein des von der Gedenktafel sehr gerührten, heutigen prominenten Israeli.

Der Vorstand hat sich auch für 2018 vielerlei besondere Aktivitäten auf die Fahne geschrieben. Es sind weitere Ausstellungen im Museum geplant und in Vorbereitung. Und die Sanierung der Grenz-Informationstafel und des Vorplatzes stehen in Kürze an.