Oebisfelde l Nein, Ekkehard Flohr erhebt keinen Anspruch darauf, dass er mit seinen Substanzen, die er in eigener Zucht und mittels Zulieferungen herstellt, heilen kann. Schon gar nicht kann und will der Oebisfelder ärztliche Therapien ersetzen oder in Zweifel ziehen, erst recht nicht seine Kunden dazu auffordern, ärztlich verordnete Medikamente abzusetzen. Der fundiert in Theorie und in der praktischen Anwendung der Wirkstoffe ausgewiesene Flohr versicherte gegenüber den Vertriebenen-Mitgliedern am Mittwoch im Gasthaus an der Aller, dass es sich bei seinen als Heilpilze in der Fachliteratur beschriebenen Mischungen um naturreine Produkte, sprich Lebensmittel handle.

Wenn Flohr von seinen Pilzen spricht, dann redet er von Medizinalpilzen, von Strukturformeln und Verbesserungen bei Erkrankungen. Unter den Zuhörern saßen Personen, die dem Referenten voll und ganz zustimmten, weil sie es ausprobiert hatten. Seinen Antrieb entnahm er damals der chinesischen Medizin.

Dass seine Ausführungen schnell einmal von Skeptikern mit Zweifeln belegt werden, dass liegt in der Sache begründet. „Immer dann, wenn eine Sache Erfolg und damit Profit verspricht, was in der Pharma-Medizin ebenfalls zum Wettbewerb dazugehört, dann wollen auch schnell Scharlatane verdienen“, weiß Flohr nur allzu gut.

Gemisch gibt es nur nach Gespräch

Das aussagekräftigste Argument, ist die Tatsache seiner 20-jährigen Forschung, Eigenproduktion und Erweiterung der Potenziale dieser Medizinal- oder Heilpilze. Flohr übergibt ein Pilzgemisch nur nach persönlichem Gespräch mit dem Kunden. Seine Ansätze stammen eben aus der chinesischen Medizin und sind bis heute daran angelehnt.

Anhand von glaubwürdigen Beispielen und nach Aussagen von Personen gegenüber der Volksstimme, die solche Pilzpulver eingenommen haben, stellten sich durchaus gravierende Verbesserungen der Gesundheit ein.

„Es ist nicht so, dass meine Pulver mit Medikamenten wie beispielsweise Tabletten zu vergleichen sind. Es ist ein anderer Wirkmechanismus. Zu jedem Leiden mische ich andere Pilzsubstanzen zu einem Mittel zusammen, dass über eine bestimmte Zeit eingenommen werden muss“, erläutert Flohr. „Die Mittel können keine Krebserkrankung heilen, sind schon gar nicht der letzte Strohhalm. Auch kann die erhoffte Wirkung, aus welchen Gründen auch immer, manchmal nicht einsetzen“, erklärt er.

Was Flohr allerdings vorweisen kann, sind Aussagen von ernsthaft erkrankten Menschen, die eine Verbesserung ihrer Krankheitssituation erfahren haben wollen. Flohr berät individuell, drängt nicht zum Kauf der entsprechenden Pilzmischungen.