Buchhorst l Rund vier Millionen Euro soll die vier Kilometer lange auszubauende Strecke kosten. Allerdings wird dafür eine über Monate andauernde Vollsperrung notwendig werden. Als Minister für Landesentwicklung und Verkehr in Sachsen-Anhalt hatte Thomas Webel im Mai 2019 bei einem Besuch in Oebisfelde noch von Problemen bei der Ausweisung einer Ortsumfahrung für eine Sanierung der Teilstrecke L 22 gesprochen. Nun scheint auch diese Hürde genommen, denn die L 22 vom Ortsausgang Wassensdorf bis zur Kreisgrenze am Ortsende von Buchhorst wird in zwei nahtlos aufeinanderfolgenden Bauabschnitten ab dem Frühjahr 2021 grundhaft saniert.

Ohne Radweg

Für diese frühzeitige Information waren der Regionalbereichsleiter Mitte der Landesstraßenbaubehörde (LSBB) Sachsen-Anhalt, Stefan Hörold, und der LSBB-Fachgruppenleiter für Brücken- und Ingenieurbau, Markus Morawietz, eigens zur Sitzung des Ortschaftsrates Oebisfelde am Dienstag angereist. Wie sehr eine Lösung für diesen maroden Straßenverlauf den Buchhorster Anwohnern auf den Nägeln brennt, konnten die beiden LSBB-Repräsentanten an den zahlreichen Zuhörern aus dem Ort entnehmen. Sie mussten, wie auch der Ortschaftsrat, zudem erfahren, dass ein straßenbegleitender Radweg nicht vorgesehen ist. Hörold informierte, dass sich damit eine komplett neue Konstellation auftun würde. Für solch ein Vorhaben müssten unter anderem Belange des Naturschutzes, Zukäufe von Grund und Boden und auch Geldmittel vorhanden sein. Das derzeitige Sanierungsverfahren betreffe hingegen ausschließlich Landeseigentum und sei schon weit in der Projektion gediehen, so Hörold. Der Entwurf, der sich bereits auch im aktuellen Landeshaushalt wiederfindet, soll bis Mitte dieses Jahres fix sein. Die Ausschreibung soll dann im November starten, so dass ab April bis Dezember 2021 die Baumaßnahme komplett verwirklicht werden kann.

Vollsperrung über Monate

Und zwar ist vorgesehen, im Verlauf der Bauphase 1 die Brücke über den Mittelgraben komplett zu erneuern und den Straßenverlauf bis zur Altmark-Kreisgrenze zu sanieren. Mit dem Abschnitt 2 wird dann die Sanierung der Strecke ab dem Mittelgraben bis zur aktuellen Schnittstelle des Straßenausbaus in Wassensdorf erfolgen, erläuterte Morawietz.

Trotz der schon hohen Belastung der Anwohner durch bereits erfolgte und nochmals notwendige Vollsperrungen durch den Straßenausbau in Wassensdorf favorisieren die LSBB-Planer eine grundhafte Sanierung in einem Rutsch, aber mit einer Vollsperrung über Monate.

Wie Hörold aufzeigte, würde eine Sanierung in voneinander getrennten Zeiten zu einer erheblichen Mehrbelastung der Anwohner und des fließenden Verkehrs führen. Die Empfehlung für die entsprechende Umfahrung entspricht der bereits bekannten östlichen Umleitung über Bergfriede, Dannefeld und Kusey.

Den Buchhorster Einwohnern sagte Hörold zu, dass die Kreuzung am großen Parkplatz während der Vollsperrung stets passierbar bleiben wird. Eine Bürgerinformationsveranstaltung soll in den kommenden vier Wochen erfolgen.