Ferienfreizeit

Jugendliche aus Oebisfelde starten Erlebnistour von Magdeburg nach Hitzacker

Gestern Vormittag starteten acht Mädchen und Jungen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren aus Oebisfelde und Umgebung zu einer nicht ganz gewöhnlichen Tour. Bis kommenden Mittwoch radeln sie an der Elbe entlang von Magdeburg bis zum niedersächsischen Hitzacker.

Von Jens Pickert
Zu einer Erlebnistour von Magdeburg nach Hitzacker an der Elbe entlang starteten jetzt Oebisfelder Jugendliche.
Zu einer Erlebnistour von Magdeburg nach Hitzacker an der Elbe entlang starteten jetzt Oebisfelder Jugendliche. Foto: Jens Pickert

Oebisfelde/Hitzacker - Die Jugendlichen sind allerdings nicht allein unter sich, sondern haben erwachsene Begleitung. Angeführt wird der kleine radelnde Tross der evangelischen Kirchengemeinde Oebisfelde von Pfarrer Wolfgang Schwarzer. Ebenfalls mit dem Rad unterwegs sind Elisabeth Schulze, die junge Polizeibeamte und ausgebildete Rettungsschwimmerin ist als Betreuerin dabei, und auf dem Sattel sitzt auch Sozialpädagogin Birte Groneberg.

Allerdings wurde gestern nicht sofort in die Pedalen getreten. Während Sven Groneberg die Räder mit dem Auto nach Magdeburg transportierte, reiste die Gruppe mit dem Zug in die Landeshauptstadt. „Der scharfe Start erfolgt erst am Mittwoch. Zuvor werden wir unter anderem Magdeburg besichtigen. Ein Ziel ist dort natürlich der Dom“, erzählte Birte Groneberg.

Am Mittwoch wird es für die Radler dann aber ernst. Ausgerüstet unter anderem mit Zelten, wird das Ziel Hitzacker anvisiert. „Wir wollen von Ort zu Ort unterwegs sein, intensive Naturerfahrungen erleben, die Gemeinschaft mit Gott erfahren und dem Grundgedanken von der Bewahrung der Schöpfung auf der Spur sein. Gleichzeitig bietet sich die Möglichkeit, die Kultur und Geschichte der Heimatregion kennenzulernen. Daraus entstand die von unseren Jugendlichen vorgeschlagene und mit entwickelte Tour entlang der Elbe“, sagte Birte Groneberg.

Für die Sozialpädagogin und ihre Mitfahrer sind aber auch noch andere Dinge wichtig. „Wir wollen die Natur, Kultur und Landschaft intensiv mit allen Sinnen wahrnehmen. Auf dem Zweirad gewinnt jeder Teilnehmende ein Stück persönliche Freiheit. Der eigene Blickwinkel wird sich nicht nur durch die äußere Bewegung ständig verändern, sondern auch durch einen inneren, persönlichen Prozess wandeln“, merkte Birte Groneberg an. „Jeder neue Tag kann so immer neue Wunder bringen. Dabei spielen Gottes Schöpfung, Taten und Worte eine wesentliche Rolle.“

Etappen mit Zwischenzielen

Selbstverständlich spielt auch das Zusammensein eine wichtige Rolle. „Zusammen werden Tagesetappen mit Zwischenzielen wie Naturschauspiele, historische Bauwerke, Kirchen, Kanutouren und Wanderungen besprochen und durchgeführt“, sagte die Sozialpädagogin weiter.

Doch es gibt noch weitere Gemeinsamkeiten: Lebensmittel vor Ort einkaufen und als kalte Mahlzeit morgens und mittags beziehungsweise als warme Mahlzeit in den gebuchten Herbergen oder auf Zeltplätzen zubereiten.

„Die Einfachheit beginnt mit den nötigsten Habseligkeiten, die auf dem Fahrrad transportiert werden: vom einfachen Essen bis zur einfachen Herberge (Zelt) für die Nacht. Gemeinsam unterwegs sein heißt auch, sich gegenseitig vertrauen, sich gegenseitig zu motivieren und sich gegenseitig zu helfen und dabei die eigenen Fähigkeiten für die Gemeinschaft zu nutzen“, betonte Birte Groneberg. Jeder aus der Gruppe sei dabei auf den anderen angewiesen. Rücksichtnahme und wechselseitige Unterstützung werden so miteinander erlebt, betonte sie. Die Gedanken und Erlebnisse des Tages würden schließlich abends dann gemeinsam ausgewertet und in einem Gruppentagebuch niedergeschrieben.

Nicht mit dem Rad, sondern mit dem Auto  war gestern  Sven Groneberg unterwegs. Er transportierte die Fahrräder nach Magdeburg und wird sie von Hitzacker auch wieder abholen.
Nicht mit dem Rad, sondern mit dem Auto war gestern Sven Groneberg unterwegs. Er transportierte die Fahrräder nach Magdeburg und wird sie von Hitzacker auch wieder abholen.
Foto: Jens Pickert