Oebisfelde (hsh) l Mit einem Eilantrag an den Stadtrat für die Sitzung am 17. März will die UWG-Stadtratsfraktion den aktuellen Krippenplatz-Notstand beenden und die Möglichkeit schaffen, zukünftigen Engpässen vorzubeugen. UWG-Stadtratsmitglied und Oebisfeldes Ortsbürgermeisterin Bogumila Jacksch präsentierte den Antrag zum Ende der Sitzung des Schul- und Sozialausschusses am Montagabend. „Persönlich platzt mir bei der Geschichte der Kragen. Es muss nicht weiterhin um das bekannte Problem debattiert, sondern gehandelt werden“, sieht Jacksch mit dem UWG-Antrag eine Lösung dieses Notstands.

Und das fordert die UWG-Fraktion mit dem Anspruch auf eine schnelle Entscheidung und mit sich anschließender Umsetzung: Die seit Jahren geschlossene Kindertagesstätte (Kita) in Wassensdorf soll wiederbelebt werden. Dem derzeit in dem ebenerdigen Flachbau eingemietete Unternehmen für den Breitbandausbau in der Einheitsgemeinde sollen andere, entsprechend gleichwertige Räumlichkeiten angeboten werden. Zudem soll die ebenfalls geschlossene Kita-Außenstelle Breitenrode soweit reaktiviert werden, dass eine Tagesmutter dort Kinder betreuen kann.

Widerspruch kam durch das Wassensdorfer Stadtratsmitglied Frank Hintersdorf von der Fraktion „Wir für Oebisfelde“ (WfO) auf, der Bedenken dahingehend äußerte, als dass dieser Antrag schon aufgrund fehlendem Fachpersonal nicht umsetzbar ist. Auf diese Diskussion des WfO-Mitglieds ließ Jacksch sich nicht ein. Sie verwies auf die Dringlichkeit.

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Bürgermeister Hans-Werner Kraul (CDU) meinte auf Anfrage, dass es im Falle eines übernehmenden Trägers durchaus möglich sein könnte, die Kita Wassensdorf zu reaktivieren. Auch eine einvernehmliche Regelung mit dem derzeitigen Nutzer könne er sich vorstellen. Allerdings, so Kraul, muss bedacht werden, dass es mindestens ein Jahr dauere, wenn alle Mechanismen bis hin zum Landkreis Börde funktionieren, bis die Kita neu eröffnet werden kann.