Oebisfelde l Bis wenige Tage vor der Premiere stand dieses Krippenspiel im Pfarrgarten unter freiem Himmel auf der Kippe: Die Vermeidung und Ausbreitung einer Covid-19-Infektion während der Vorbereitungen für das Krippenspiel, die gesundheitliche Verantwortung gegenüber den Akteuren der Kinderkirche, noch dazu fast täglich ein durchdringend nasskaltes Wetter, dieser Druck lastete noch einen Tag vor der Premiere im Pfarrgarten der evangelischen Kirchengemeinde Oebisfelde auf den Schultern von Gemeindepädagogin Susanne Gätzschmann.

Sprichwörtlich waren es ihr Gottvertrauen und die Gewissheit, dieses Krippenspiel mit den erforderlichen Schutzvorkehrungen gegen eine Virus-Infektion für das Ensemble wie für die Besucher vorbereitet zu haben. Die biblische Überlieferung der Heiligen Nacht konnte so in mehreren Einzelszenen aufgeführt werden.

Die Aufführung spielte sich auf der Treppe zum oberen Gemeinschaftsraum ab. Und nur wer dort seinen Auftritt hatte, der durfte dafür kurz den Mund- und Nasenschutz abstreifen, was für die Einleitung und die Fürbitte und das Flötenspiel ebenso galt. Unten auf dem Hofrund des Pfarrgartens verfolgte eine größere Schar an Besuchern diszipliniert und auf Abstand zueinander das Dargebotene. Die Szenen gaben die christliche Weihnachtsgeschichte in Darstellungen, Worten und Gesten wieder. Gemeindepädagogin Gätzschmann vertiefte zum Ausklang der Veranstaltung die biblische Botschaft, rückte sie in die Mitte der heutigen Zeit.

Nur mit Anmeldung in die Kirche

An der sich anschließend erstmals im Online-Format in der Katharinenkirche zu erlebenden Christvesper durften hingegen nur Kirchgänger teilnehmen, die sich Tage zuvor verbindlich angemeldet hatten. Statt einer Kirche voller Menschen, war Pfarrer Wolfgang Schwarzer wie an anderen sonntäglichen Gottesdiensten mit einer kleinen Gemeinde unter sich. Dass die Weihnachtsbotschaft, damit der Psalm 96 von Oebisfelde in die Welt ab 16 Uhr verkündet wurde, dafür sorgte das Online-Format, das auch aktuell immer noch unter www.kirche-oebisfelde.de abgerufen werden kann. Ein Team der evangelischen Kirchengemeinde, vom Verein Castrum und Privatpersonen hatten diese Christvesper als Streaming-Set produziert.