Oebisfelde l Ein neuerlicher Beweis war der wiederum bemerkenswerte Besucherzuspruch für die Eröffnung der Veranstaltungsreihe „Kunst und Heimat“ am Freitag im Oebisfelder „Atelier eins“. Der Drömling stand dort im Mittelpunkt.

Zeichnungen und Fotografie

Der Heimatverein Oebisfelde, am Freitag repräsentiert durch Steffen Wetterling, und die in Bösdorf lebende Künstlerin Angelika Flaig, sind die Initiatoren, dieses seit drei Jahren veranstalteten abendlichen Treffs. In der Kernaussage, so Flaig und Wetterling in ihren Begrüßungen, gibt ausdrucksstarke Kunst in Bild, Zeichnung oder Fotografie das Thema vor.

Allerdings bleibt bewusst eine Wertung der Kunst außen vor. Vielmehr sollen das Heimatliche als Thema sowie das Miteinander des Publikums die vorherrschenden Erfolgsgaranten für die Veranstaltungsfolge sein. Dieses Konzept erfüllte sich schon am vergangenen Freitag für den Eröffnungsabend.

Bilder

Die Veranstalter schickten insbesondere einen Dank an die vielen Unterstützer dieser Ausstellung. Darunter ein Bild vom verstorbenen Oebisfelder Wilhelm Weiland, das von der Familie als Leihgabe für die Ausstellungszeit überlassen wurde. Mit dem Blick für die Techniken und den Aufbau von Bildern sprach Flaig von einem Kleinod, das diese Ausstellung dem Betrachter anbiete.

Erstlingswerk ausgestellt

Ausgestellt wird auch das Erstlingswerk von Kornelia Simon aus Oebisfelde, die einen Kranich aus der Natur des Drömlings aufsteigen lässt. Und auch die anderen Bilder präsentieren die Kraft und die Ruhe dieser einzigartigen Naturlandschaft, die vom Menschen erst gezähmt werden musste.

Über den geologischen Ursprung dieses seit Urzeiten sumpfigen Talbeckens sowie die historische Entwicklung und Kultivierung, die diese Landschaft zu einem einzigartigen Tiegel für Menschen, Wildtiere und Pflanzen werden ließ, referierte Wetterling in einem Kurzvortrag. All dies spiegele sich auch in den Exponaten wider.

Dank für Flaig

Während Oebisfeldes Ortsbürgermeisterin Bogumila Jacksch sich bei Flaig für deren lokal-künstlerisches Engagement mit einem Präsentkorb bedankte, startete der Künstler Josef „Joschi“ Heil aus Danndorf eine Stand-up-Aktion in eigener Sache. Er überreichte jeder Besucherin der Ausstellung eine Bildkarte, wobei jede Karte mit einer von Hand gefertigte „Joschi“-Originalzeichnung versehen war.

Wohl die längste Betrachtungszeit verbrachten die Ausstellungsgäste aber wohl vor den Bildern von Wolfgang Hartung. Die Details und Tiefschärfe seiner Landschaftsbilder zeugen von feinster Maltechnik.

Die Ausstellung im „Atelier eins“ ist nochmals am Sonnabend, 14. Dezember, ab 15 Uhr geöffnet. Bei Kaffee und Kuchen lädt der Ranger der Biosphärenreservatsverwaltung, Ulf Gerd Damm, zu einem Vortrag über die Naturlandschaft der tausend Gräben mit seiner einzigartigen Flora und Fauna, nämlich den Drömling, ein.