Oebisfelde l Die Ortsbürgermeisterin erkennt bei ihrer Betrachtung auf das strukturelle Soll und Haben der Stadt Oebisfelde eindeutige Betätigungsfelder, die dringend einer Verbesserung des bisherigen Standards erfordern. Durch die Nähe zu Wolfsburg bestehen in der Oebisfelder Bevölkerung und bei den Menschen in den umliegenden Ortschaften nicht unerhebliche berufliche wie gesellschaftliche Bindungen zur niedersächsischen Großstadt. Oebisfelde bietet mit der Nahverkehrsanbindung durch den Pendelverkehr der Bahn eine für die Menschen wichtige Anbindung. Was aber fehlt, sind eine weitere Nahverkehrsanbindung und das Angebot von Baugebieten. Der Boom zum Wohnen in Oebisfelde und dem Umland ist überdeutlich zu erkennen, erläutert Jacksch.

In diesem Zusammenhang hält sie es als Ortsbürgermeisterin für einen Gewinn, wenn eine neue Krippe, wie im Neubaugebiet Lehmweg vorgesehen, das Stadtbild so schnell wie möglich bereichert. „Krippen- und Kita-Plätze sagen viel über die Lebensqualität einer Stadt aus. Oebisfelde darf hier nicht den Anschluss verlieren“, spricht sich Jacksch für mehr Familienfreundlichkeit aus. Sie hält diese Art städtischer Dienstleistung für eine Schlüsselaufgabe, um die Attraktivität der gesamten Region weiter voran zu bringen. Mit dieser Forderung hält Jacksch gleichfalls eine Erneuerung der Ausstattungen auf Spielplätzen in der Stadt und den Dörfern für unabdingbar. Für die nächst ältere Generation muss ebenso ein Raumangebot für die Jugendarbeit manifestiert werden.

Die Ortsbürgermeisterin will sich im Lauf dieses Jahres für die Sanierung der Heizungsanlagen in den städtischen Schulgebäuden und Kinderbetreuungseinrichtungen stark machen – auch wenn die städtischen Finanzen sehr bemessen sind. „Wir dürfen nicht am falschen Ende sparen, das kommt uns mit den derzeitigen Heizungen teuer zu stehen“, setzt Jacksch auf Investitionen mit Augenmaß.

Solche Anstrengung hält die Ortsbürgermeisterin auch für das Schützenheim der Oebisfelder Gilde für notwendig. Das Gebäude ist im Eigentum der Stadt und wird von der Schützengemeinschaft intensiv genutzt. Insbesondere, um die laufenden Energiekosten zum beiderseitigen Vorteil zu minimieren, macht eine energetische Sanierung Sinn, ist Jacksch überzeugt.

Ebenfalls kritisiert Jacksch den Zustand von Gehwegen und Parkflächen. „Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Gehwege in der Lindenstraße und Gardelegener Straße saniert werden müssen. Und auch für den unbefestigten Parkplatz an der Lessingstraße und für eine Parkfläche am Gehege müssen nun endlich Lösungen gefunden werden.“ Ein Ärgernis, das schon so manche Person in Not gebracht hat, ist eine nicht vorhandene öffentliche Toilette am Oebisfelder Bahnhof. „Das ist wohl das kurzfristigste Ziel, das einer bürgernahen Lösung durch die Politik bedarf“, so Ortsbürgermeisterin Jacksch.