Oebisfelde l Als vorgezogenes Fazit für den Wandel vom Naturpark zum länderübergreifenden UNESCO Biosphärenreservat Drömling erkennt der Leiter der Naturparkverwaltung Drömling, Fred Braumann, dass alle Beteiligten auf dem richtigen Weg sind. Meint damit, dass dieses Refugium sicherlich einen schonenden und zeitlich schwerlich zu definierenden Weg vor sich hat, jedoch bringt gerade das Jahr 2018 einige Fakten, die der Sache praktisch dienen.

Image-Broschüre erschienen

Ein Fakt ist die frisch gedruckte Image-Broschüre "Rund um den Drömling", eben von der gleichnamigen Lokalen Aktionsgruppe (LAG) herausgegeben. Der erste Schwung besteht aus 5000 Exemplaren, die auch auf der Grünen Woche in Berlin unter die Leute kommen. Mit der 36-seitigen Broschüre informiert die Aktionsgruppe in Wort und Bild über das generelle Konzept, Rad-, Reit- und Wanderwege, Sehenswürdigkeiten, die Projekte der Leader-Gruppe, aber auch, wie der Besucher des Drömlings dorthin gelangt. Der Vorsitzende der Lokalen Aktionsgruppe, Gerhard Reinecke aus Wegenstedt in der Gemeinde Calvörde, betont in seinen Grußworten, dass die Aktionsgruppe bereits nach den aktuellsten Richtlinien der Förderkulisse plant. Reinecke: "Sachsen-Anhalt ist das einzige deutsche Bundesland, in dem der sogenannte CLLD-Ansatz der Europäischen Union mit der erfolgreichen Leader-Praxis verknüpft wird. So können die Europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESIF) gemeinsam für die Stärkung des ländlichen Raumes eingesetzt werden." Eine Arbeitsweise, die als Grundlage für die Lokale Aktionsgruppe "Rund um den Drömling" bis zum Ende dieses Jahrzehnts Bestand haben wird, versichert der Vorsitzende.

Neue Mitarbeiterin

Wie Braumann im Verlauf einer Exkursion durch den Drömling am Donnerstag informierte, potenzieren weitere Multiplikatoren ein erlebbares Naturrefugium Drömling. Absehbar ist, so Braumann, dass bereits im kommenden März eine neue Mitarbeiterin für die Regionalentwicklung ihre Arbeit in der Naturparkverwaltung aufnehmen wird. Davon verspricht sich Braumann eine deutliche Entlastung des bestehenden Arbeitsaufkommens, aber insbesondere eine zentrale Anlaufstelle, damit verbunden, verbesserte Rahmenbedingungen in Kommunikation und Koordination.

Bilder

Zu einem Faustpfand für Tourismus und Vermarktung könnten die 32 Teilnehmer werden, die sich derzeit zu zertifizierten Natur- und Landschaftsführern ausbilden lassen. Braumann spricht von einem Glücksfall, denn mit solch einer Resonanz habe er nicht gerechnet. Aktuell werden vier Touren erarbeitet, auf denen diese ehrenamtlichen Fachkräfte dann Touristen informieren sollen. Jeweils eine Tour führt durch den nördlichen und südlichen Drömling, die dritte befasst sich mit dem Thema Wiedervernässung und die Vierte Tour ist auf die Grünlandnutzung ausgelegt.

Nicht zuletzt sind es die Netzwerkpartner in der Landwirtschaft, Einzelhandel und Handwerk, die schon jetzt dazu beitragen, dass der Drömling im zunehmenden Maße von Touristen entdeckt wird. Um diese Entwicklung zu stärken, so Braumann, wird im besonderen Maß auch die finanzielle Kraft der Kommunen vonnöten sein, beispielsweise für die Pflege der Wegstrecken.