Oebisfelde/Weferlingen l „Wir haben unendlich viele Menschen, die sich wahnsinnig engagieren und gucken, wie sie die Schätze ihrer Stadt oder ihres Dorfes darstellen können. Diese engagierten Leute machen auch schöne Veranstaltungen. Das Kunststück ist, alles zu optimieren. Wie kann man alles zusammen fassen und ein einheitliches Bild bekommen?“, fragte Jörg Lauenroth-Mago (Bündnis90/Die Grünen), Mitglied der Arbeitsgemeinschaft (AG) „Tourismus“ und des Gremiums der Einheitsgemeinde bei der jüngsten Sitzung des Stadtrates.

Der Rätzlinger gestand, dass die Mitglieder der Gruppe noch nicht die endgültige Antwort auf diese Frage haben. „Wir treffen uns regelmäßig seit über einem Jahr. Wir haben in dieser Zeit versucht, mit den wichtigsten Initiativen, wie Bürgervereine und Heimatvereine in Weferlingen und Oebisfelde sowie mit der Naturparkverwaltung, Kontakte aufzunehmen und einfach mal zu zuhören, was die eigentlich machen“, berichtete Lauenroth-Mago.

Energien sollen gebündelt werden

Er betonte, dass die Mitglieder der AG „Tourismus“, indem sie mit den einzelnen Vereinen sprechen, ihnen auch Wertschätzung entgegen bringen. „Die engagierten Leute merken so, dass wir als Stadt die Aktivitäten auch wahrnehmen und schätzen. Das ist eine wichtige Botschaft. Es war eine richtige Entscheidung, dass wir diese AG ,Tourismus‘ gebildet haben."

Bilder

Der Rätzlinger erzählte von der letzten Sitzung am 12. Februar, bei der Juliane Ruttkowski, die neue Regionalmanagerin, anwesend war. Die 32-jährige Magdeburgerin ist seit dem 1. Februar 2018 im Dienst. Sie soll das bestehende Tourismus- und Vermarktungskonzept inhaltlich und zukunftsweisend aktualisieren und sich von Oebisfelde aus verstärkt um das Anliegen der Regionalentwicklung des Naturparks Drömling kümmern.

Reittourismus soll verbessert werden

„Im Konzept stehen ja schon ganz viele Anregungen. Es gab bereits etliche Aktivitäten, wie die der Arbeitsgruppe ,Rund ums Pferd‘. Ein Höhepunkt war vor kurzem ein Treffen in der Naturparkverwaltung. Da haben sich über 30 Freizeitreiter getroffen und damit auseinandergesetzt, was man macht, wenn etwas beim Reiten oder beim Fahren schief geht“, berichtete Lauenroth-Mago.

Insbesondere ging es um die Schaffung von sogenannten Anfahrpunkten für Rettungsfahrzeuge. Die Fixpunkte wurden einst als Hilfen bei Notfällen für Waldarbeiter festgelegt und besitzen einen bundesweiten Standard. Mittlerweile existiert eine öffentliche Rettungs-App, die im Internet unter www.landeszentrumwald.sachsen-anhalt.de/Service/HilfeimWald oder über die frei zugänglichen Download-Angebote für das eigene Smartphone kostenlos abrufbar ist.

Für 2019 ist Drömlingsfest geplant

Die Regionalmanagerin habe jetzt die Aufgabe, die weiteren Arbeitsgruppen, die es dort im Konzept gibt, wieder zu beleben. Das heißt, auch Akteure, die etwas anzubieten haben, mit einzubeziehen. „Wenn die Touristen herkommen, wollen sie die einzigartige Landschaft genießen, aber auch sie haben weitere Bedürfnisse. Sie wollen hier auch konsumieren und schlafen. Und da können wir als Stadt noch besser werden. Da müssen wir das Ganze unterstützen und mitsteuern“, appellierte Lauenroth-Mago.

Eine der Aufgaben, die Juliane Ruttkowski vom Land Sachsen-Anhalt mitbekommen hat, ist für 2019 ein sogenanntes Drömlingsfest zu organisieren. Das wäre eine Gelegenheit, die Vielzahl von Aktivitäten zu konzentrieren und gemeinsam darzustellen.