Oebisfelde l Es war am Donnerstag eigentlich wie immer und doch anders, meinte Gruppensprecherin Rita Glaß am gestrigen Nachmittag, als sich die Mitglieder des Behindertenkreises zum wöchentlichen Treffen des Behindertenkreises im Mehrgenerationenhaus trafen. Denn seit Anfang April hat sich der Behindertenkreis Oebisfelde und Umgebung dem Börde-Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes in Haldensleben angeschlossen. „Es fühlt sich an wie eine neue Heimat“, meinte Rita Glaß mit leichtem Schmunzeln in die Runde der seit über 20 Jahren festen Gemeinschaft von Menschen mit unterschiedlichen körperlichen Beeinträchtigungen.

Eine weitere gemeinschaftliche Bande mit dem Velpker Rot-Kreuz-Ortsverein wurde in jüngster Zeit doch immer schwieriger. Hinzu kommt, so Glaß, dass sich der Ortsverein auflösen will, was für den Oebisfelder Behindertenkreis bedeuten würde, allein auf sich angewiesen zu sein – ein herber Rückschlag für die kleine Gruppe.

Die Oebisfelder Gruppe hat sich nach Aussagen von Rita Glaß all die Jahre bei den Velpkern gut aufgehoben gefühlt. Die guten Verbindungen sollen bestehen bleiben. Zu Veranstaltungen werden die niedersächsischen Freunde weiterhin eingeladen, so die zukünftige Ausrichtung.

Der DRK-Kreisverband Börde sieht diesen Anschluss als wertvolle und förderliche Partnerschaft an. Bereits seit einigen Jahren unternehmen die Haldensleber Rot-Kreuzler Anstrengungen, um sich im sozialen Bereich intensiver in Oebisfelde einzubringen.

Der Kontakt der Behinderten zum DRK in Haldensleben war eher dem Zufall geschuldet, berichtet Sprecherin Glaß. „Einige von uns sind auf die ambulante Pflege angewiesen. Da ist man ins Gespräch und schon bald auf einen Nenner gekommen. Katja Meinke und Steven Hanauer vom Rot-Kreuz-Pflegedienst in Oebisfelde haben das eingefädelt.“ Als Bindeglied zwischen Behindertenkreis und DRK-Kreisverband fungiert Mandy Oelke.

Der Behindertenkreis trifft sich wöchentlich, donnerstags von 14 bis 16 Uhr im Mehrgenerationenhaus. Interessierte Bürger sind dabei jederzeit willkommen.