Stadtaufgabe

Oebisfelde braucht neue Kinderspielplätze

In Oebisfelde sind Neubaugebiete ausgewiesen, wo neuer Wohnraum entsteht. Ortsbürgermeisterin Bogumila Jacksch (UWG) fordert dafür neue Kinderspielplätze, die kindgerecht und attraktiv ausgestattet werden müssen. Sie regt zudem an, die bestehenden Spielplätze von Grund auf aufzuwerten.

Von Harald Schulz
An den Standard des Spielplatzes Heinrich-Heine-Straße/Fontanestraße reicht kein zweiter Spielplatz im Stadtgebiet von Oebisfelde heran.
An den Standard des Spielplatzes Heinrich-Heine-Straße/Fontanestraße reicht kein zweiter Spielplatz im Stadtgebiet von Oebisfelde heran. Foto: Harald Schulz

Oebisfelde - Als eine nicht länger aufschiebbare städtische Aufgabe sieht es die Oebisfelder Ortsbürgermeisterin und Stadträtin Bogumila Jacksch (UWG) an, dass die Kinderspielplätze im Stadtbereich der Allerstadt eine grundhafte Aufwertung erfahren. Diese bestehenden Treffpunkte müssen kindgerechter und attraktiver ausgestattet werden, fordert Jacksch. Das gilt ebenso für die, die noch entstehen werden, beispielsweise in den Neubaugebieten Stürholzgarten und Lehmweg, spannt Jacksch einen größeren Bogen.

Wie die Kommunalpolitikerin kritisiert, stellt der Spielplatz an der Oebisfelder Heinrich-Heine-Straße/Fontanestraße eine Ausnahmestellung dar. Kein zweiter Spielplatz bietet solch eine Fülle an Spielgeräten. Aber auch dort darf es nach Ausführungen von Jacksch keinen Stillstand geben. Es bestünden beispielsweise Wünsche nach einer Kletterwand.

Angebote für die Jüngsten machen

„Betrachtet man die Spielgeräte dort und beispielsweise den Zustand des Gehrendorfer Spielplatzes, dann kann der Zustand in Gehrendorf nur mit erbarmungswürdig beschrieben werden“, kritisiert die Ortsbürgermeisterin die Ausstattung dort. „Wir sprechen immer davon, dass die Kinder unsere Zukunft sind. Wir müssen Angebote machen, damit sich die Kinder später als Erwachsene an ihre Heimat gern erinnern, nach der Ausbildung oder Jahren der Arbeit an anderen Orten wieder zurückkehren, eine Familie hier gründen. Was Kindern wie Eltern derzeit vielerorts auf Spielplätzen angeboten wird, schreckt eher ab“, nimmt Jacksch kein Blatt vor den Mund. Deshalb ist es für sie umso wichtiger, in der Stadt wie in den Dörfern kindgerechte und attraktive Spielplätze vorzuhalten.

In diesem Zusammenhang hält es Jacksch für vorteilhafter, Spielgeräte aus recycelbaren Materialien zu beschaffen, da Holz sehr schnell in der Struktur altert, Metall sehr temperaturabhängig ist.

Wer bessere Kinderspielplätze fordert, der muss auch wissen, woher das Geld dafür herkommen soll, das weiß auch Jacksch. Sie sieht zukünftig durchaus Möglichkeiten durch das jährliche 150.000-Euro-Budget für die Ortschaftsräte. „In anderen Bundesländern ist der Erhalt von Spielplätzen sogar festgeschriebener Bestandteil der hoheitlichen kommunalen Aufgaben“, schiebt sie nach.