Oebisfelde l Einen Spielplatz konnten die Mitglieder des Ortschaftsrates Oebisfelde am Dienstag in der Planung von Ingenieur Andreas Vogel aus dem niedersächsischen Lachendorf ausmachen. Den vom Stadtrat jüngst beschlossenen Neubau einer Kindertagesstätte (Kita) in dem Neubaugebiet allerdings nicht. Das löste in der Ratsrunde allenthalben Verwunderung aus. Beim ebenfalls an der Sitzung im Rittersaal teilnehmenden Weddendorfer Investor Jörn Koschnick nachgefragt, bestätigte der, dass dem so ist. Bislang habe es mit dem wohl wahrscheinlichen Bauherrn und Träger der Einrichtung, der Evangelischen Stiftung Neinstedt, nur einige anbahnende, jedoch nicht konkrete Gespräche zu dem Vorhaben gegeben, so die Auskunft des Investors für das 9,3 Hektar große Neubaugebiet mit geplanten 92 Grundstücken. Grundsätzlich aber sind nach Auskunft von Investor Koschnick und Planer Vogel noch viele Dinge möglich – auch eine Kita in der angedachten Größe. Damit erhält das Thema Reaktivierung der Kita Wassensdorf zu einer zeitlich befristeten Krippe eine neue Qualität: Ein Überhang bei der Krippenbetreuung für 2021 besteht mit der Dringlichkeit eines engen Zeitrahmens bis zum kommenden Mai.

Dem Ortschaftsrat präsentierte Ingenieur Vogel das strukturelle Konzept, das in dieser Fassung von dem Gremium einstimmig grünes Licht erhielt. Damit kann die Vermarktung für das künftig weitestgehend verkehrsarm geplante Wohngebiet Lehmweg starten. Die grundsätzliche Struktur für das Areal basiert auf großzügigen Verkehrswegen für Autoverkehr und Passanten. Die Wegeführung wird durch teils begrünte, teils optisch auffällige Inseln unterbrochen. Im Anschluss befinden sich jeweils Parkräume. Überhaupt gründet das Konzept auf eine gegenseitige Rücksichtnahme und Disziplin der Anlieger. Zusätzlich sollen farblich unterschiedliche Pflasterungen zu mehr Verkehrsberuhigung beitragen.

Statt einer kanalisierten Entwässerung wurde ein ausgeklügeltes Versickerungssystem favorisiert. Die Straßennamen sollen vom Ortschaftsrat neu beraten werden. Der Spielplatz soll vorzugsweise mit robustem Spielgerätschaften aus Recyclingmaterial ausgestattet werden. Auch für eine ausreichende Löschwasserversorgung ist vorgesorgt.