Oebisfelde l Von außen wirkt die Baustelle auf dem großen Bauhof oft über einen längeren Zeitraum verwaist. Doch das täuscht. Im Innern diesen Burgtraktes herrscht emsiges Treiben vom Erdgeschoss bis hinauf auf die Ebene des Rittersaals.

Nachdem das Fundament für den Lastenfahrstuhl, das gleichzeitig später den Personenfahrstuhl tragen wird, ausgehärtet war, konnten diese Woche dann die Bauarbeiten für die insgesamt 363.800 Euro teure Investition komplett beginnen. Für die Stadt Oebisfelde-Weferlingen ist dies allerdings ein finanzielles Schnäppchen, denn 90 Prozent der Kosten werden durch Fördermittel vom Land und der EU aufgebracht.

Bürgermeister Hans-Werner Kraul (CDU) und Oebisfeldes Ortsbürgermeisterin Bogumila Jacksch (UWG) freuen sich umso mehr, dass der Stadtrat diese Chance zum Wohl der Bevölkerung genutzt hat. Der Rittersaal wird nach Fertigstellung von Menschen jeden Alters und körperlicher Verfassung dank des Fahrstuhls erreichbar sein. Zudem sind sämtliche Räumlichkeiten dann barrierefrei zu erreichen.

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Der Aufzug bietet einen besonderen Komfort. Er wird beheizt sein und so eine konstante Temperatur von fünf Grad Celsius bieten. Damit der Fahrstuhl auch in das Ambiente des großen Burghofes optisch passt, wird das Stahlgerüst eine mit dem Denkmalschutz abgestimmte Holzverkleidung erhalten.

Kaminzimmer

Die Umbauarbeiten betreffen auch das sogenannte Kaminzimmer. Dort entstehen sanitäre Einrichtungen, selbstverständlich barrierefrei, und auch eine Teeküche wird dort installiert.

Der Zeitplan könnte derzeit nur noch durch einen Wintereinbruch mit entsprechenden Minustemperaturen ins Stocken geraten, was aber nicht zu erwarten ist, wie auch die Bauarbeiter vom Betrieb Werkstätten für Denkmalpflege aus Westerhausen bei Thale den aktuellen Witterungsverlauf einschätzen. Somit dürfte bereits Ende des kommenden April-Monats der Fahrstuhl die ersten Besucher in den Rittersaal befördern.