Oebisfelde l „Dank des guten Wetters konnten wir diesmal viele Mitglieder unseres Vereins auf ihren Parzellen antreffen. Wichtig war jedoch vor allem, dass viele unserer Kleingärtner ihren Grund und Boden sehr gut in Schuss haben“, freute sich Peter Schmidt, Vorsitzender des Vereins.

Dabei gäbe es auch „Ausreißer“, wie es der Gartenchef formulierte. Konkret: In der Anlage I an der Salzwedeler Straße war beispielsweise aus verschiedenen Gründen einer Parzelle seit Jahren ein elendes Dasein beschieden. „Von Kleingarten konnte in diesem Fall keine Rede mehr sein. Doch dank neuer Eigentümer hat sich das radikal geändert. Sie haben das zugewucherte Land einschließlich Laube wieder bestens nutzbar gemacht. Auch in der Anlage II, gelegen zwischen der Breitenroder Straße und der Klärwerksstraße, ist das in einem Garten der Fall“, lobte Peter Schmidt.

Aber nicht alle der 78 Parzellen seien Vorzeigeobjekte. „Es gibt in beiden Anlagen Gärten, insgesamt sind es fünf, die sehr heruntergekommen sind. Leider haben wir in diesen Fällen keine Handhabe, da es sich um Privateigentum handelt. Auch Appelle an die jeweiligen Eigentümer, dass sie ihren Garten an Interessierte verkaufen oder verpachten, wir haben diesbezüglich immer wieder Nachfragen, waren bislang fruchtlos. Aber wir bleiben an diesem Thema dran, werden mit den jeweiligen Eigentümern versuchen, weiter in Kontakt zu bleiben“, informierte Peter Schmidt.

Problem Nummer zwei sei die Sauberkeit der Hauptwege. Von diesen gibt es drei. Die gehören zwar der Kommune, doch der Verein ist für die Pflege verantwortlich.

„Das klappt nicht so richtig. Schwierigkeiten gibt es auf der linken Seite der Anlage I, Eingang am Kleinbahnhof, sowie am Eingangsbereich der Anlage II an der Breitenroder Straße. Dort ist es extrem, und es handelt sich eigentlich nur um eine Parzelle. Der Eigentümer, das möchte ich unterstreichen, gehört dem Verein nicht an. Eine Änderung ist aber wohl nicht in Sicht“, erklärte der Vorsitzende.

Außerdem widersprach Peter Schmidt erneut dem Gerücht, dass die Gärten irgendwann einmal Bauland werden könnten: „Unsere beiden Anlagen haben den Namen Bodenreform I und II. Das sagt alles. Es gibt zu diesem Thema klare gesetzliche Regelungen. Versuchte Änderungen wurden bislang abgeschmettert.“

Abgeschmettert wurde von den Vorstandsmitgliedern indes noch nicht das diesjährige Vereinsgrillen. Termin dafür: 1. August. „Nach aktuellem Verordnungsstand ist der 1. August aufgrund der geforderten Corona-Maßnahmen, zum Beispiel den hygienischen Auflagen, nicht zu halten. Doch möglicherweise wird es weitere Lockerungen geben. Unser Grillfest ist daher noch nicht vom Tisch. Wir können es auch zu einem späteren Zeitpunkt organisieren“, so Peter Schmidt.