Oebisfelde l Der zeitlich unterschiedliche Neustart mit kompletter Schülerzahl am Montag, 8. Juni, hat seinen Grund, wie die Schulleiterin der „Drömlingsfüchse“, Melanie Lutze, erläutert. „In den vergangenen Tagen haben die Anmeldungen für die Notbetreuung dramatisch zugenommen. Immer mehr Eltern forderten auch die Aufnahme der Unterrichtsversorgung zum frühestmöglichen Zeitpunkt“, so Lutze. „Wir haben im Kollegium sorgfältig hin und her überlegt. Letztendlich sind wir zu dem Entschluss gekommen, bereits am kommenden Montag zu öffnen. Zudem hat der Hort ja bereits wieder im Vollbetrieb die Betreuung aufgenommen“, beschreibt sie die Entwicklung für eine frühe komplette Schulöffnung. Die zweizügige Grundschule „Drömlingsfüchse“ besuchen insgesamt 149 Mädchen und Jungen.

Häufigen Lehrerwechsel vermeiden

Für diesen Neustart liegt ein Konzept vor, das grundsätzlich alle bestehenden Hygieneregeln gegen eine Covid-19-Infektion vorschreibt. Ab Montag wird es versetzte Pausenzeiten für die jeweiligen Lerngruppen geben. Diese Erholungszeiten werden entsprechend verlängert, so dass die Möglichkeit der Begegnung von Schülern deutlich minimiert wird. Die Lehrkräfte sind verpflichtet, weiterhin verstärkt auf die Einhaltung von Abständen und Hygiene- wie Schutzstandards zu achten. Für den täglichen Unterrichtsverlauf wurde sich darauf geeinigt, auf einen häufigen Lehrerwechsel für die Klassen zu verzichten. Was schon jetzt feststeht, ist die Tatsache, dass die Abstandsregel für den Infektionsschutz bei Klassen mit um die 20 Schüler nicht eingehalten werden kann, beschreibt Lutze den künftig vorgesehenen Schulalltag.

Mit dieser Situation muss das Lehrer-Kollegium der „Drömlingsfüchse“ nicht allein umgehen. Vor dieser Herausforderung steht auch das Kollegium der Grundschule an der Aller, wie Schulleiterin Ulrike Eggers im Gespräch informierte. „Wir können es drehen und wenden, wie wir wollen, diese Abstandsregel ist bei 98 Schülern in vier Klassen nicht hinzubekommen“, stellt Eggers punktum fest. Andere Herausforderungen in Corona-Zeiten werden in der einen wie anderen Grundschule durchaus gemeistert, wofür auch entsprechende Vorgaben existieren. „Das Einhalten von Hygienestandards, Verhalten in Pausen und in den Sanitärräumen, all das, so meine ich, ist den Kindern bereits in Fleisch und Blut übergegangen“, ist sich die Schulleiterin sicher.

Bewegung ersetzt den Sportunterricht

Das Thema Sportunterricht gehen beide Schulleiterinnen pragmatisch an. Da die Turnhallen und Sportplätze noch nicht genutzt werden können, lautet das Motto hier wie dort „Bewegung an der frischen Luft fördert ebenso die Fitness“. Doch an den Schulen ist die Ideenvielfalt groß, um die Schüler für solchen Sportunterricht zu begeistern. Doch alle Regeln einhalten, bedeutet auch einen höheren Zeitaufwand.

Die immer noch aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen nur unter bestimmten Auflagen zu nutzenden Sporthallen und Sportplätze in der Einheitsgemeinde waren am Dienstag für SPD-Stadtrat Maik Hackert der Anlass, im Verlauf der Stadtratssitzung Bürgermeister und Verwaltungschef Kraul aufzufordern, Stellung zu dieser erschwerten Nutzung zu nehmen. Hackert selbst ist Sportlehrer an der Grundschule Weferlingen, sieht die offene Nutzung der Sportanlagen als Grundvoraussetzung für die Umsetzung des pädagogischen Sportunterrichts an.

Bürgermeister Kraul erwiderte, dass eine Nutzung der Sporthallen und -anlagen nur unter den geltenden Auflagen durch die Stadtverwaltung ermöglicht werden könne. Eine Lockerung stehe nicht in der Verantwortung der Stadt Oebisfelde-Weferlingen.