Zu eng

Schwere Lkw sorgen trotz Umfahrung in der Oebisfelder Altstadt für Ärger

Voraussichtlich am 21. Juni soll der zweite Abschnitt der Ortsumfah- rung der B188 für den Verkehr freigegeben werden. Entlastung bedeutet dies vor allem für die Einwohner von Weddendorf, Niendorf und Bergfriede. Doch Probleme sind nach Ansicht von Anwohnern weiterhin vorhanden.

Von Jens Pickert
Ab der Burg wird die Lange Straße bis zur Kurve am ehemaligen Schützenhaus noch schmaler. Abhilfe könnten laut einem Vorschlag Baken, auf der rechten Seite aufgestellt, bringen.
Ab der Burg wird die Lange Straße bis zur Kurve am ehemaligen Schützenhaus noch schmaler. Abhilfe könnten laut einem Vorschlag Baken, auf der rechten Seite aufgestellt, bringen. Foto: Jens Pickert

Oebisfelde - Mit der Umgehungsstraße haben die Schwierigkeiten allerdings nur indirekt zu tun. Sie betreffen vielmehr den alten Verlauf der Bundesstraße durch Oebisfelde. Konkret geht es um den Abschnitt ab der Burg in Richtung Kurve am ehemaligen Schützenhaus. Die ohnehin schon enge Lange Straße in der Altstadt ist in diesem Bereich noch etwas enger. Zudem erschwert die stark gewinkelte Kurve den Blick auf den weiteren Straßenverlauf und damit vor allem auf den möglichen Gegenverkehr.

Laster müssen auf Gehweg ausweichen

„Begegnen sich Pkw, ist die Sache für die Fußgänger auf den in diesem Abschnitt äußerst schmalen Fußwegen noch halbwegs beherrschbar“, informierte am Dienstagabend ein Anwohner während der Sitzung des Ordnungs- und Wirtschaftsausschusses des Stadtrates im Rittersaal der Burg. „Tauchen jedoch Lkw oder schwere Traktoren-Gespanne auf, besonders während der Mais-Ernte ist dies der Fall, müssen die Fahrzeuge dann auf die Gehwege ausweichen, dann ist Gefahr im Verzug.“ Auch Wohnhäuser würden in Mitleidenschaft gezogen.

Lösungen waren gefragt. Diskutiert wurde unter anderem über die Brome-Variante. In der niedersächsischen Ortschaft sind die Gegebenheiten ähnlich wie in Oebisfelde. Gelöst wurde das dortige Problem mit Ampelverkehr. Diese Lösung hat sich seit Jahren bewährt. Die Ausschuss-Mitglieder um Vorsitzende Bogumila verfolgten jedoch einen anderen Vorschlag. Den hatte der berufene Einwohner Mathias Briest parat. So sollte die Straße in diesem Bereich mit einigen Baken auf der rechten Seite aus Richtung Büstedt künstlich verengt werden. So könnte das Begegnen von Kraftfahrzeugen auf dem schmalen Straßenabschnitt unterbunden werden. Resultat: Die zuständige Straßenverkehrsbehörde soll informiert werden und die Möglichkeit zur Umsetzung ausloten.

Die bald fertige Umfahrungsstraße spielte aber auch noch eine Rolle. Silke Wolf, sie vertritt die Linke im Ausschuss: „Nach der Eröffnung der Umfahrung müssen wir darauf drängen, dass die schweren Kraftfahrzeuge aus der Stadt, speziell aus der Altstadt, verschwinden“, betonte die Breitenroderin.