Oebisfelde l Die Fußstapfen, in die Elke Schächtel als neue Wobau-Geschäftsführerin tritt, sind überaus prägende für die zurückliegenden 15 Jahre, wie sie ihrem ehemaligen Chef attestierte. Als nicht immer einfach im Umgang, doch im Grunde stets ein verlässlicher wie geschätzter Chef, der zielstrebig die Interessen der Gesellschaft vertrat, so skizzierte Schächtel ihren Vorgänger.

Im Rückblick auf seine 15 Jahre als Geschäftsführer vor den Gästen von Betrieben, Geldinstituten, seinem nun ehemaligen Kollegium und privaten Gästen, betonte Bernd Wipper, dass insgesamt 13 Millionen Euro für den Wohnungsbau und Modernisierungen seit 2003 investiert wurden. Dabei stiegen die Umsatzerlöse von über 1,8 Millionen Euro auf gut 2,5 Millionen Euro in 2018. Als 100-prozentige Tochter der Stadt Oebisfelde-Weferlingen fließen jährlich fünf Prozent des Stammkapitals in die Stadtkasse.

Die Wobau Oebisfelde besitzt eigene 521 Wohnungen, hat 182 Einheiten von der Wohnungsgenossenschaft übernommen und verwaltet 52 Wohnungen für Dritte. Mit einer Quote von lediglich sieben Prozent Leerstand hat Wipper Ende 2018 die Geschäfte übergeben. Eine besondere Leistung, wenn bedacht wird, dass in Sachsen-Anhalt derzeit ein durchschnittlicher Leerstand von 20 Prozent auf dem Wohnungsmarkt besteht.

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Zeiten der Herausforderungen

Der Beginn seiner Tätigkeit, quasi die Stunde null der positiven wirtschaftlichen Wobau-Entwicklung, dazu die Übernahme der Wohnungsgenossenschaft 2007, dessen komplette Übernahme erst 2014 mit dem Kauf abgeschlossen wurde, und die Zeit vor dem Wechsel des Chefsessels im Oebisfelder Rathaus benannte Wipper als Zeiten der Herausforderungen.

Diese Zeiten kehren für Wipper nun aber nicht mehr zurück, obwohl er noch eine Zeitlang die Geschäftsführung nach deren Wünschen unterstützen wird. Wipper bedankte sich insbesondere bei den Partnern der Wobau, auf die er immer zählen konnte, „die mich nie im Stich gelassen haben“. Dazu zählte Wipper auch die Mitarbeiter des Bauhofes der Stadtverwaltung.

Und der Wobau-Geschäftsführer ade verabschiedete sich auch vom Oebisfelder Heimatverein mit einer besonderen Geste: Wipper lobte das Wirken des Heimatvereins für die Allerstadt im besonderen Maße. Der Verein ist für die Stadt quasi wie Goldstaub. Als Zeichen seiner Anerkennung spendete er alles Bares an die Oebisfelder Heimatfreunde, dass während der Feierstunde für ihn als Abschiedsgeschenk gedacht war. Dessen Vorsitzender Ulrich Pettke war sichtlich berührt über diese Nähe. Er wünscht sich weiterhin solch ein Miteinander zwischen der Wobau und dem Heimatverein. Beide Institutionen machen sich ja für ein schönes Oebisfelde stark, so Pettke.