Oebisfelde l Frustriert, verärgert und entsetzt, das ist derzeit der Gemütszustand von Ulrich Pettke. Als Vorsitzender des Oebisfelder Heimatvereins hat er maßgeblichen Anteil an dem aus Finanzmitteln des Vereins entstandenen, attraktiven Erscheinungsbild der grünen Idylle am Dämmchen. Deshalb verursachen die zerstörerischen Taten durch Vandalismus am Dämmchen beim ihm ein Gefühl der Ohnmacht. Unholde vergreifen sich immer wieder an Einrichtungen im Bereich der Info-Stelle im weniger besuchten Bereich.

Frevel nicht zum ersten Mal

Seit der Errichtung der InfoStelle vor einigen Jahren kam es dort bereits zu mehreren Taten. Dabei wurden sowohl die große Karte als auch die dazugehörige Legende und die auf den Granitpollern befestigten Landkreiswappen beschädigt. Bei den damaligen Übergriffen wurde auch die Tafel mehrmals mit Graffiti besprüht. Darüber hinaus versuchten die Vandalen die Tafel wie auch die Wappen in Brand zu stecken, entrüstet sich mittlerweile nicht nur Pettke.

Die damaligen Täter konnten glücklicherweise ermittelt werden, informiert der Vereinsvorsitzende. Nach monatelangen Bemühungen gelang es dem Verein teilweise auch entsprechende Wiedergutmachung einzufordern.

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Alle Zerstörung begann erneut

Im Frühjahr dieses Jahres machten sich die Vereinsaktiven daran und investierten nochmals Geld, Zeit und Arbeit, um bis zum Beginn der Radfahrsaison die Raststelle für Touristen wie für Oebisfelder Bürger zu erneuern. In der Hoffnung, dass es künftig keine Beschädigungen an der Info-Stelle mehr geben wird, packten erneut zahlreiche freiwillige Helfer kräftig mit an, erinnert sich Pettke noch sehr genau.

Leider kam es für die Heimatfreunde erneut anders: Bereits ab Ende Mai begannen wieder die Verschandelungen. Auch wurden die neuen Wappen beschmiert, angezündet und in die benachbarte Mühlen-Aller geworfen. „Selbst an den großen Tafeln des Aufstellers machten sich die Vandalen zu schaffen“, wundert sich Pettke über die zerstörerische Gewaltbereitschaft. Das Desaster für die Heimatfreunde wiederholte sich. „Ein unfassbares Verhalten“, so Pettke.

Angesichts des weiterhin anhaltenden Vandalismus sieht sich der Vereinsvorstand nun gezwungen, das weitere Engagement auf nicht absehbare Zeit einzustellen. Vereinsvorsitzender Pettke kann und will es den Vereinsmitgliedern, Helfern und Unterstützern nicht mehr zumuten, Kraft, Zeit und Geld zu investieren, um danach frustriert zu sehen, wie alles wieder zerstört wird.

An die Oebisfelder Bevölkerung gerichtet, bitten die Heimatfreunde alle Bürger, mit Blick auf weiteren Vandalismus aufmerksam zu sein. Zeugen sollten sich umgehend an die Polizei wenden, wenn sie solch ein Verhalten oder die Absicht für zerstörerisches Handeln entdecken. „Ein schönes, intaktes Umfeld in unserer Stadt dürfte eigentlich im Interesse aller sein“, meint Pettke.