Oebisfelde l Der Ausbau der Heinrich-Heine-Straße zwischen der Kant- und Schillerstraße ist von der Stadt, dem Ortschaftsrat Oebisfelde und den Anliegern gewollt – das ist unstrittig. Nur in welchem Umfang, damit gekoppelt, mit welcher Summe und wer die aufbringen muss, wird am Dienstag, 27. Februar, entschieden. Die Stadtverwaltung hat an diesem Tag vor der Sitzung des Ortschaftsrates, die um 19.30 Uhr beginnen soll, zu einer Informationsveranstaltung für die Anlieger eingeladen. Es geht dabei ums Ganze, nämlich, um den Umfang der Sanierung und die sich daraus ergebenden finanziellen Belastungen für Stadt und Anlieger. Die stehen derzeit nämlich noch nicht fest.

Im städtischen Haushalt ist der Ausbau der Heinrich-Heine-Straße mit 244 000 Euro eingestellt, war bei der Präsentation der Maßnahme durch das Planungsbüro im Verlauf der vergangenen Sitzung des Bau- und Vergabeausschusses zu erfahren. Doch es zeichnete sich bereits Anfang Februar ab, dass die Kosten durchaus noch ansteigen könnten – die Summe von um die 270 000 Euro machte die Runde.

Schnell kamen Vorschläge für Einsparungen auf, denn bis dato steht die Höhe der Anliegerbeteiligung ja nicht fest. Die Heinrich-Heine-Straße ist nämlich als Anliegerstraße eingestuft. Allerdings solch eine, die bereits über befestigte Strukturen, wie Gehwege und eine asphaltierte Straßendecke verfügt. Das lässt eher die Begrifflichkeit Ausbau vermuten, weniger einer kostenlosen Erschließung zugunsten der Anlieger, so die Formulierung vom Planungsbüro.

Es kamen Vorschläge, die Fahrbahn schmaler zu gestalten, oder die Heinrich-Heine-Straße als Spielstraße auszuweisen. Ein Vorschlag vom Mitglied des Ortschaftsrats Alexander Harms (Die Piraten), der zudem vorschlug, die Entwässerung über eine mittig verlaufende Rinne zu ermöglichen, auf Hochborde aber zu verzichten. Eine Variante, die sich wohl darauf gründet, dass ein großer Spielplatz an dem bereits auf Tempo 30 reduzierten Straßenabschnitt grenzt. Zudem wird die Durchfahrt für Verkehrsteilnehmer auf der bereits komplett ausgebauten Teilstrecke durch Barrieren entschleunigt. Eine Idee, die vom Planer als nicht sinnvoll erachtet wurde, weil so eine Entwässerung zu Problemen führen könnte. Hingegen wurde die Erneuerung der Straßenbeleuchtung als sinnvolle Maßnahme im Zuge der Baumaßnahme angesehen.

Die favorisierte Ausbaumaßnahme sieht vor, dass die bisher asphaltierte Fahrbahn in der Breite von sechs Metern erhalten bleibt, jedoch durch günstigeres Verbundsteinpflaster ersetzt wird. Das Oberflächenwasser wird durch das Straßenprofil zu den Seiten in Gossen abgeleitet. Zu beiden Seiten wird es Hochborde geben, wobei die Gehwege direkt bis an die Grundstücke heranreichen sollen. Alle Grundstückeinfahrten erhalten ihren Originalzustand, wobei Sonderwünsche durchaus beantragt werden können.

Was kein Wunsch, sondern als ein Muss bei der Baumaßnahme vorgenommen wird, ist das Einbringen eines getrennten Schmutz- und Regenwasserkanals. Und auch das Trinkwassernetz auf dem Teilstück wird erneuert.