Oebisfelde/Haldensleben l Mit zwei kriminellen Maschen versuchen Ganoven, Menschen in Oebisfelde, Haldensleben und im Wolfsburger Raum um ihr Hab und Gut zu bringen: der Enkeltrick und der Trickbetrug als vermeintlicher Polizei- oder Kripo-Beamter.

Mehrere Betroffene aus Oebisfelde und Umgebung teilten der Polizei mit, dass sie am  19. November einen Anruf von einer männlichen Person erhielten, der sich als ein Polizeibeamter ausgab. Die jeweiligen Gesprächspartner wurden von dem Betrüger zu Wohnsituation, Besitz von Wertgegenständen, Bargeld oder eines Tresors befragt. In Einzelfällen wurden auch Informationen mitgeteilt, informiert die Polizei.

Nummer der Hamburger Polizei gefälscht

Das perfide an der Masche: Die auf dem Telefondisplay ersichtliche Nummer war eine Telefonnummer eines Hamburger Polizeikommissariats. Auch in Haldensleben erhielt ein Betroffener einen Anruf von einer männlichen Person, diesmal mit einem ausländischen Akzent. Der Mann stellte sich als Polizeibeamter aus Oebisfelde vor und gab an, dass es neue Erkenntnisse zu Einbrüchen gäbe. Man habe eine Notiz aufgefunden, in dem die Anschrift und die Telefonnummer des Betroffenen enthalten seien. Zudem wurde auch nach dem Besitz von Schmuck oder Waffen gefragt und wie viele Personen im Haushalt lebten. Der Angerufene teilte nunmehr korrekt mit, dass er telefonisch keinerlei Auskünfte mitteilen dürfe.

Das Polizeirevier Haldensleben informiert: Die Polizei bestellt Zeugen oder Beschuldigte in einem Verfahren stets auf die Dienststelle ein. Dafür ergehen schriftliche detaillierte Vorladungen mit Angabe des zuständigen Sachbearbeiters. Vor Ort erscheinen die Beamten in Uniform oder Legitimieren sich entsprechend. Kein Beamter erfragt telefonisch Angaben zu Vermögen, Sachwerten, Immobilien oder Besitz von Waffen und geben gegenüber Fremden keine Informationen preis.