Breitenrode l Ein eher lockeres musikaliches Miteinander bestand zwischen Mieste und Breitenrode bereits seit dem Jahre 2008. Damals gaben die Miester den Anstoß für die Breitenroder, als ein Bestandteil der Feuerwehr mit frohen Klängen die Öffentlichkeit zu erfreuen. Gut zehn Jahre später haben sich beide Musikensembles aus gleichen Gründen zu jeweils selbstständigen Vereinen formiert. Das gute Einvernehmen mit den Ortsfeuerwehren blieb hier wie dort erhalten, erinnerte der Breitenroder Vereinsvorsitzende, Torsten Pioch, bei der Begrüßung der Gäste zu Beginn der überaus geselligen Jahreshauptversammlung im Hotel Hildebrandt.

Und so fühlte sich die Abordnung vom musikalischen Nachbarn aus Mieste dann auch beim offiziellen Teil, dem Essen und beim Tanzabend rundum bestens betreut und unterhalten.

Diese Freundschaft zwischen Musikzug und Blaskapelle, so Pioch in seinem Jahresrückblick, animierte das Ensemble der Breitenroder Blaskapelle, am ersten Drömlinger Bläsertreffen in Mieste im vergangenen Jahr mitzuwirken. Höhepunkt war der gemeinsame Auftritt im Kinosaal. Und weil dieses Konzert zu einem musikalischen Volltreffer wurde, wird die Wiederauflage in diesem Jahr am 18. oder 25. August in Breitenrode auf dem Areal des Hotels Hildebrandt veranstaltet werden. Pioch erwähnte in diesem Zusammenhang auch den Auftritt in Bismark. Insgesamt war das Blasmusik-Ensemble bei 37 Auftritten im Verlauf von Festen oder Festumzügen wie mit Platzkonzerten bei Weihnachtsmärkten zu erleben.

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Für die Einwohner von Breitenrode und den umliegenden Orten gehört die Blaskapelle fest zum Unterhaltungsprogramm. „Wenn bei uns was im größeren Rahmen gefeiert werden soll, dann gehören wir dazu“, freute sich Pioch über diesen internen Stellenwert. Und Pioch will dabei das beste Verhältnis zu den Verantwortlichen der Breitenroder Heimatstube betont wissen. Und auch die Senioren aus dem eigenen Dorf können weiterhin auf finanzielle Unterstützung für ihre Weihnachtsfeier rechnen.

Distanz

Etwas auf Distanz geht Pioch als Repräsentant der Blaskapelle zur Arbeitsgemeinschaft Städtepartnerschaft Oebisfelde–Lidzbark, wie er es Sonnabend anklingen ließ. „Nachdem wir 2017 Gastgeber für die polnische Delegation aus der Oebisfelder Partnerstadt gewesen waren, beteiligen wir uns in der Arbeitsgemeinschaft nur noch mit einem ständigen Mitglied. Somit sind wir über wichtige Sachen immer aktuell informiert“, blieb Pioch mit diesem Hinweis diplomatisch verbindlich. Hingegen steht die Blaskapelle weiterhin musikalisch bereit, wenn sie instrumental beim Baumanleuchten an der Büstedter Brücke das Treffen umrahmen soll.

Die öffentliche Akzeptanz der Blaskapelle spiegelt sich auch in der angestiegenen Anzahl an fördernden Mitgliedern wieder. Nachdem die Selbstständigkeit als Verein vor zwei Jahren vollzogen worden war, wuchs dieser Bestand von 43 auf 69 Mitglieder. Das Ensemble selbst verfügt über einen Klangkörper von 26 Musikerinnen und Musikern. Was den weiblichen Anteil betrifft, spielen sechs Frauen und Mädchen aktiv in der Kapelle, benannte Pioch die statistischen Werte der Kapelle.

Für 20-jährige Unterstützung im Feuerwehrmusikzug wie in der Kapelle wurde eine Ehrung für Sven Schlüter ausgesprochen, der allerdings bei der Versammlung fehlte. Geehrt wurde hingegen Ronny Arnold für dessen zehnjährige Unterstützung.

Damit die Blaskapelle auch so klingt wie sie klingt, findet jede Woche ein Übungsabend statt. Pioch merkte in diesem Zusammenhang aber auch an, dass er sich als musikalischer Leiter das eine oder andere Mal mehr Musiker im Übungsraum wünsche. Das erspare viele Wiederholungen bis die gewünschte musikalische Qualität, besonders bei neuen Stücken, beim gesamten Ensemble sitzt, erinnerte Pioch an den Pflichtteil der Mitwirkenden.