Oebisfelde l Die Idee, der Altersgruppe ab zehn, zwölf Jahren bis zur Volljährigkeit im Stadtgebiet von Oebisfelde mehr Bewegungsräume anbieten zu können, schwelt bei der Oebisfelder Kommunalpolitikerin schon über Jahre. Insbesondere aber ausgelöst durch die Verhaltensregeln aufgrund der Corona-Pandemie, ist Schütrumpf in ihrem Streben für ein solches Projekt nochmals bestärkt worden. Sie stellte ihr Zukunftsprojekt erst kürzlich im Verlauf der Sitzung des Ortschaftsrates Oebisfelde vor. Sie erhielt viel Zuspruch, aber es wurden auch Zweifel am Kosten-Nutzen-Ergebnis laut.

Schulen, Politik und die Jugend beteiligen

Aus der Vorstellung ihres Vorhabens war in der Sitzung des Ortschaftsrates zu entnehmen, dass an der Projektentwicklung Bürger, Schulen wie Kommunalpolitik, insbesondere aber die Jugend selbst beteiligt sind. Grundsätzlich kann sich die Oebisfelder UWG-Mandatsträgerin auch nur einen Bewegungsraum vorstellen. Dafür könnte sich die Grünanlage „Am Dämmchen“ eignen. Für Schütrumpf ein idealer Platz für eine Skateranlage und zusätzlich altersgerechte wie zeitgemäße Sportgeräte, die über zwei überdachte Sitzgelegenheiten verfügen müssten.

Allerdings hat Schütrumpf im Stadtgebiet auch Alternativplätze für das Vorhaben entdeckt. Die sollen gemeinsam mit Bauamtsleiter Uwe Dietz in Augenschein genommen werden, um darüber bereits bei der nächsten Ortschaftsratssitzung berichten zu können, heißt es von ihr im Gespräch mit der Volksstimme.

Mit solchen Freizeitangeboten würden die Jugendlichen über Freiräume verfügen, mit denen sie der oft anzutreffenden Enge in kleinen Wohnungen begegnen, noch dazu für eine selbst zu bestimmende Zeit als Alternative nutzen und wertschätzen könnten.

Schütrumpf arbeitet ehrenamtlich als stellvertretende Vorsitzende des Heimatvereins Oebisfelde. Daher sind ihr auch die zahlreichen Zerstörungen von Sehenswürdigkeiten auf dem Grün des „Dämmchens“ bekannt, die aus Vereinsgeldern angeschafft wurden.

Vandalismus soll weniger werden

Sie sieht mit dem Angebot von Skateranlage und Sportgeräten an Plätzen nur für die Jugend aber eher die Chance, dass durch das altersgerechte Angebot an eigenen Jugend-Treffpunkten der Vandalismus weniger wird.

Da die Stadtverwaltung bereits signalisiert hat, dass für derartige Projekte keine Geldmittel bereitstünden, sieht Schütrumpf trotzdem die Chance der Umsetzung. Und zwar durch Fördertöpfe, wie beispielsweise mit dem „Netzwerk Stadt/Land, oder eine Förderung über Mittel aus dem Topf der Lottogesellschaft Sachsen-Anhalt. Dazu wäre allerdings die Gründung eines Fördervereins notwendig. Solch eine Interessengemeinschaft könnte sich unter dem Dach des Ortschaftsrates bilden. Der oder die Vorsitzende des Ortschaftsrates könnte dann jeweils den Vorsitz des Fördervereins übernehmen, erkennt Schütrumpf eine konkrete Chance, Spendengelder zu erhalten, die direkt für die Jugendförderung in der Stadt eingesetzt werden könnten.

Auf positive Resonanz, jedoch noch mit Abstimmungsbedarf, stößt Schütrumpf bei dem Rat der Jugendbegegnungsstätte Oebisfelde, hieß es von der Leiterin Maria Bade. Ein Thema ist das Vorhaben ebenso bei der Schülervertretung an der Gemeinschafts- und Sekundarschule der Allerstadt.

Ihr Anliegen hat Schütrumpf auch Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Franziska Giffey (SPD) schriftlich mitgeteilt. Die Ministerin ist familiär eng mit Oebisfelde verbunden, kennt somit die Nöte, Probleme und Besonderheiten der Kleinstadt am äußersten westlichen Rand von Sachsen-Anhalt.