Oebisfelde l Für Investor Heinrich Frejno war es die Hiobsbotschaft schlechthin: Beim Öffnen von Zwischenböden entdeckten die Handwerker einen derart ausgedehnten Schimmelpilzbefall, dass alle Deckenlagen geöffnet und alle Balken wie Bretter kontrolliert werden mussten. „Bei den vorhergegangenen Sichtungen war dieses Ausmaß nicht zu erkennen. Jetzt muss die komplette Deckenlage, insbesondere sogenannte Kopfkeile, erneuert werden. Das kostet Geld und Zeit“, bedauert der sichtlich getroffene Bauherr.

Die Immobile diente als Wohnhaus, stand aber nach der Wende leer, war Wind und Wetter, damit Nässeschäden, ausgeliefert. Dennoch erkannte Frejno genügend Restsubstanz, um die Sanierung zu wagen.

Geplant war die Hoteleröffnung für diesen Frühsommer, worauf die schmucke Außenfassade durchaus schließen lässt. Nun aber gilt es zuerst, den Schimmelpilzbefall in den Griff zu bekommen und das befallende Holz aus dem Haus zu schaffen, sieht sich Frejno vor geänderten Voraussetzungen. Trotz diesem herben Einschnitt beabsichtigt der Oebisfelder, dieses erste Hotel am Platze noch in diesem Jahr zu eröffnen.

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Das dann einzige und zentral in der Oebisfelder Altstadt gelegene Hotel wird nach der Fertigstellung über 16 Zimmer verfügen. Frejno will zu Beginn erst einmal nur Übernachtungen mit Frühstück anbieten. Eine gastronomische Weiterentwicklung soll nach den wirtschaftlichen Ergebnissen dann Schritt für Schritt erfolgen, informiert der Investor.