Oschersleben l Dieser Ton geht durch Mark und Bein und dürfte im Fall des Falles tatsächlich und vor allem rechtzeitig vor einem Feuer in einer Wohnungen warnen: Gemeinsam mit Thomas Harborth, Geschäftsführer der Bewos Oschersleben, Birgit Tiebe vom Vorstand der Wohnungsgenossenschaft (WG) „Neues Leben“, Frank Schwarz, technischer Mitarbeiter der WG und Grit Röhrborn, Teamleiterin Kundenservice der WG, wurde in einer „Neues Leben“-Wohnung in der Arndtstraße die Funktionsfähigkeit eines Rauchmelders getestet. „Es piept, bis jemand den Rauchmelder ausmacht oder die Feuerwehr kommt“, erklären die „Tester“. Den Mietern wurde erklärt, wie das „piepende Etwas“ an den Zimmerdecken wieder ausgeschaltet werden könne, sollte es tatsächlich einmal Alarm auslösen, ohne das es brennt.

Bis zum 31. Dezember 2015 müssen alle Bestandsmietwohnungen mit Rauchmeldern ausgestattet sein. So will es das Baugesetz des Landes Sachsen-Anhalt. Bei Neubauten von Wohnungen sei der Einbau von Rauchmeldern schon vor fünf Jahren zur Pflicht geworden.

Die Wohnungsbau- und verwaltungsgesellschaft „Bewos“ sowie die Wohnungsgenossenschaft „Neues Leben“ als größte Vermieter in Oschersleben und den Ortsteilen haben bereits 2013 mit dem Ausrüsten der Wohnungen begonnen. „In der Regel werden Schlaf- und Fluchträume, sprich Flure, mit den Rauchmeldern ausgestattet. Das sind im Schnitt vier pro Wohnung. Bei 3000 Wohnungen, die wir in unseren Beständen insgesamt haben, kommt doch eine stattliche Anzahl zusammen“, berichten Thomas Harborth und Birgit Tiebe.

Mit den Mietern habe es keine Probleme gegeben. Zumal die Installation nur wenige Minuten, maximal eine Viertelstunde, pro Wohnung gedauert hätte.

In nur zwei Fällen musste ein Gericht den Einbau der Rauchmelder sozusagen erzwingen. „Wir sind in der Pflicht, können keine Ausnahmen machen, zumal es hier um Leib und Leben geht“, macht Thomas Harborth deutlich.

Die Rauchmelder sind gemietet. In den drei Euro seien die Kosten für Wartung und Pflege enthalten. Die Batterien sollen laut Herstellerangaben zehn Jahre halten. Waren die kleinen Geräte in den Räumen installiert, wurden sie sofort in ein Überwachungssystem eingepflegt. Dieses prüft die Anlagen stetig, jede Störung werde sofort registriert.