Harbke l Achim Klaffehn von der Verkehrswacht Helmstedt ist nicht glücklich über die Aussage der Behörde: „Uns geht es ja nicht erst seit heute um die Sicherheit auf diesem Abschnitt der B 1, wir setzen uns schon seit drei Jahren für einen straßenbegleitenden Radweg über die Landesgrenze hinweg ein.“ Im Blickpunkt stehe dort insbesondere der stetig zunehmende Pendelverkehr von Radfahrern aus der Harbker Asylbewerberunterkunft: „Ziel- und Quellverkehr der Radfahrer aus der Gemeinschaftsunterkunft Harbke-Autobahn werden meist über die Bundesstraße abgewickelt – Tendenz aufgrund der aktuellen Situation natürlich steigend.“

Klaffehn verweist außerdem auf die Erkenntnis, dass „vielen Bewohnern die Herbst- und Wintergefahren unbekannt“ sind, „das Gefahrenbewusstsein anders geprägt und nicht an unsere Regeln angepasst ist“. Das könne zu diffusen Situationen für Rad- und Autofahrer führen. Aus dem Landesamt für Straßenbau heißt es: „Ein Radweg würde zur Verbesserung der Verhältnisse für alle Verkehrsteilnehmer beitragen, aber dieser Abschnitt ist durch seine örtlichen Besonderheiten mit großen ressourcenintensiven Herausforderungen verbunden.“ Planungsmittel und Personal stünden dafür derzeit nicht zur Verfügung.

Die Verkehrswacht sieht jedoch noch einen weiteren Bedarf: „Wenn eine bauliche Maßnahme an der B 1 noch nicht realisiert werden kann, muss der Blick auch auf die ebenso stark frequentierte Waldwegverbindung gerichtet werden“, so Achim Klaffehn und regt „wenigstens eine Querungshilfe über die Bundesstraße“ auf Höhe der Magdeburger Warte an.