Prunk und Pomp unter der Narrenkappe des HCV: Labsal für die Lachmuskeln und Training fürs Tanzbein

30 tolle Spielzeiten - und kein bisschen leiser!

Von Ronny Schoof

Die Farben Blau und Gelb stehen in Harbke seit drei Jahrzehnten für Heiterkeit, Frohsinn und Narretei. Sind die Kappen, Schals und Uniformen erst einmal angelegt, gibt es im Dorf kein Halten mehr, dann ist Karneval angesagt!

Harbke l "Freunde, es ist wahr! Das ist tatsächlich schon unsere dreißigste Saison", rief Frank Koch, Präsident des Harbker Carneval Vereins (HCV) und Chefmoderator des verrückten Völkchens, am Sonnabend fröhlich in die Runde. Nach den Auswärtspartien im Januar und dem traditionellen Rentnerkarneval in der Vorwoche stand die erste der zwei großen Prunksitzungen in der Harbker Mehrzweckhalle auf dem Programm - vor vollem Haus und in allseits prächtiger Stimmung! "Keiner hätte das damals gedacht, als wir 1983 aus Spaß einfach mal anfingen, einen eigenen Karneval aufzuziehen, dass wir so lange durchhalten, und es ist wahrlich auch nicht leicht, immer wieder was Neues zu bringen", ließ Koch den Blick kurz zurückschweifen. "Aber es macht noch immer Spaß!" Sprach\'s und ließ die Puppen tanzen ...

Temperamentvoll die Funkengarde, bissig die Büttenreden, frivol die Tänz und Sketche - erhaben goutiert vom Elferrat und dem Prinzenpaar Andrea und Peter Vesterling aus Barneberg. Ein lustvolles Labsal für Augen, Ohren und Lachmuskeln. Ja, Karneval bleibt ewig jung! Dem HCV ist obendrein der Nachwuchs hold. So konnte auch am gestrigen Sonntag wieder ein Kinderkarneval verzücken - ein kompaktes Wochenende mit der vollen Gute-Laune-Dröhnung.

Für die Beteiligten auf und hinter der Bühne bedeuten die Auftrittswochen zwar immer auch Mühen, Stress und Entbehrungen - und doch klingt unüberhörbar Bedauern durch, weil die tollen Tage viel, viel zu schnell vorüberziehen. "Aschermittwoch rückt leider unaufhaltsam näher - in diesem Jahr sogar schon recht früh in der vorletzten Februarwoche", sagt HCV-Sprecher Martin Beer und richtet darum schon jetzt "ein großes Dankeschön an alle Aktiven sowie an die Helfer vom Aufbautrupp und der gastronomischen Versorgung".

Ein wenig Zeit verbleibt jedoch, ehe man den Abschiedsgesang anstimmt; zweimal noch geht es rund mit den Wirbkenarren: am kommenden Sonnabend im Rahmen der bereits ausverkauften Festsitzung in der Sporthalle und dann abschließend zum vorgezogenen Rosenmontagsumzug am Sonntag, 19. Februar, ab 11 Uhr. Bunte Wagen, Bonbonregen, Musik und gewitzte Sprüche sind beim großen Finale garantiert. Wie auch zuvor das gemeinsame Prinzenfrühstück im Kostümfundus des Vereins (Essenmarken in der Blumenecke des Edeka-Markts). Und der nächste 11.11. kommt bestimmt ...