Am Großen Bruch l Wenn sich die Mitglieder des Gemeinderates Am Großen Bruch am morgigen Mittwoch mit dem Haushaltsplan ihrer Gemeinde für das nächste Jahr beschäftigen, dann liegt ihnen ein ausgeglichener Entwurf vor. Gemeinsam mit der Verwaltung haben die Ausschüsse des Gemeinderates in den zurückliegenden Wochen an dem Zahlenwerk gearbeitet, das im Hauptausschuss mehrheitlich bestätigt worden ist.

„Die endgültige Entscheidung trifft nun der Gemeinderat“, wie Bürgermeisterin Eva Stroka sagt, die einräumt dass zwar nicht alle Wünsche und ursprünglichen Vorhaben umgesetzt werden können. „Aber weil der Entwurf so wie er jetzt vorliegt ausgeglichen ist, haben wir abermals die Voraussetzung dafür, auch freiwillige Aufgaben zu erfüllen“, sagt Eva Stroka und erwähnt unter anderem die finanzielle Unterstützung der Vereine, die nach dem Stand der Dinge auch im nächsten Jahr im gewohnten Umfang möglich sei. Und auch würde die Gemeinde wieder Geld für die Jugendarbeit und die Seniorenarbeit ausgeben können.

Und der Entwurf des Haushaltsplanes, der insgesamt 2,3 Millionen Euro umfasst, sieht auch etliche Investitions-, Werterhaltungs- und Reparaturmaßnahmen vor. Schwerpunkte sind hier die Ortsteile Hamersleben und Wulferstedt.

Einige der Maßnahmen sind nicht zuletzt erforderlich, weil es dazu Auflagen gibt. „So müssen wir zum Beispiel im nächsten Jahr in Hamersleben die Brücke auf dem Grauen Hof sanieren“, wie die Bürgermeisterin sagt. Ein guter Zustand der Brücke sei nicht zuletzt deshalb sehr wichtig, „weil dort beispielsweise täglich der Schulbus rüberfährt.“

Investitionen geplant

Weiterhin soll 2016 laut Entwurf des Haushaltsplanes in Hamersleben die Straße des neuen Eigenheimgebiets Brockenblick fertiggestellt, neben der Grundschule ein Spielplatz errichtet und weiter an den Vorbereitungen für die Sanierung der Grundschule gearbeitet werden.

In Wulferstedt ist vorgesehen, die „Alte Waage“ abzureißen, die noch zu LPG-Zeiten genutzt wurde, um die sich aber heute niemand mehr kümmert. „Ein weiterer Schwerpunkt in Wulferstedt ist die Erarbeitung eines Konzeptes für die Regenwasserentsorgung“, kündigt Eva Stroka an und stellt in Aussicht: „Wenn wir entsprechende Fördermittel bekommen, könnten wir dann mit der Umsetzung des Konzeptes im Jahr 2017 beginnen.“ Was nicht zuletzt eine Voraussetzung für die Sanierung der Kreisstraße ist, die quer durch Wulferstedt führt.

Und im nächsten Jahr ist in der Gemeinde Am Großen Bruch zudem vorgesehen, in allen vier Ortsteilen Reparatur- und Werterhaltungsmaßnahmen am kommunalen Wohnungsbestand vorzunehmen sowie abermals etwa 20 000 Euro für die weitere energetische Sanierung der Straßenbeleuchtung auszugeben“, sagt die Bürgermeisterin und hofft nun, dass der Haushaltsplan morgen Abend vom Gemeinderat beschlossen wird: „Dann könnten wir ihn noch in diesem Jahr zur Genehmigung einreichen und nach dem grünen Licht vom Landkreis schon im Frühjahr mit der Umsetzung der geplanten Maßnahmen beginnen.“