Jugendfeuerwehr

Ampfurther verteidigen den Pott

Rund 60 Nachwuchskameraden der Oschersleber Ortsfeuerwehren verlebten am Wochenende eine abwechslungsreiche Zeit.

Von Sebastian Pötzsch

Werder l Pünktlich um 9 Uhr startete am Donnerstag der Bus mit 56 Kindern und 23 Betreuern an Bord. Kurz nach der Ankunft in Petzow/Hohenwerder, einem Ortsteil von Werder an der Havel, wurde sogleich der Badestrand in Beschlag genommen.

Vor dem Disco-Programm am Abend wurden die Teilnehmer des Sommerlagers durch den Stadtwehrleiter Sven Könnecke sowie den Stadtjugendwart Achim Bunge begrüßt. Auch die Verbandsjugendwartin Christine Peter, der Ortswehrleiter der Schermcker Feuerwehr, Heiko Lindecke, und der Ampfurther Ortswehrleiter Detlef Heine wurden herzlich willkommen geheißen.

„Bereits die Vorbereitungszeit wurde durch die Stadtjugendfeuerwehrleitung und die einbezogenen Jugendfeuerwehrwarte genutzt, um ein interessantes Programm auf die Beine zu stellen“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Feuerwehrverbandes Börde, Ulf Nohr, am Montag in Oschersleben. Gemeinsam mit dem Verbandsvorsitzenden Harald Hinz besuchte er am Freitag das Camp, um „nach möglichen Alternativen für künftige Ferienfreizeiten nachzugehen.“

Auch Oscherslebens Bürgermeister Benjamin Kanngießer (parteilos) sowie Ordnungsamtsleiter Gerd Ludwig machten sich auf den Weg, um die Kinder und deren Betreuer vor Ort zu besuchen sowie „auch in anderen Sachverhalten städtische Interessen auszuloten“, berichtete Nohr weiter. Vor allem aber überzeugten sich die Gäste von den vielfältigen Möglichkeiten für die Kinder und Jugendlichen im „Inselparadies“.

Der Leiter der Stadtjugendwehr, Hans-Joachim Bunge, sowie sein Stellvertreter, Veit Peter, führten die Gäste durch die Einrichtung. So wurden die Unterkünfte, der nahegelegene Badesee und der sogenannte Versorgungspunkt mit großem Speisesaal in Augenschein genommen. „Wir trafen neben dem Stadtwehrleiter und der Verbandsjugendfeuerwehrwartin auch zahlreiche Ortswehrleiter, Jugendfeuerwehrwarte und weitere Helfer der Ferienfreizeit an“, erklärte Nohr dazu. In diesem Rahmen wünschte Benjamin Kanngießer den Teilnehmern eine schöne Zeit und bat, die Wünsche den Mädchen und Jungen zu übermitteln.

So bot den jungen Feuerwehrleuten die seenreiche Gegend inmitten von Natur zahlreiche Möglichkeiten vor Ort aber auch im Umfeld. Das sonnige Wetter machte Bade- und Spielspaß, verbunden mit Bootfahren, Disco und Kinobesuch sowie Exkursionen möglich. So ging es beispielsweise am Freitag auf einen Ausflug ins Filmstudio nach Babelsberg. „Für viele war es aufregend, einmal hinter die Kulissen des Films schauen zu können“, berichtete Oscherslebens Stadtwehrsprecher Andreas Ehrhardt. Am Abend kehrten die Gruppen müde zurück. Gemeinsam klang der Tag am Lagerfeuer mit Stockbrot aus.

Der Sonnabend stand ganz im Zeichen des Spaßwettkampfes. Dieser wird seit dem Jahr 2004 unter den Jugendfeuerwehren ausgetragen. „Jede Jugendwehr bringt hierbei ein Spiel ein, das dann von allen Gruppen bewältigt werden muss“, erklärte der Stadtwehrsprecher. Die Jugendfeuerwehr Ampfurth hatte bereits in den vergangenen zwei Jahren den Wanderpokal gewonnen. Auch in diesem Jahre konnten die Mitglieder die beste Platzierung knapp verteidigen.

Den Nachmittag verbrachten die meisten Mädchen und Jungen beim Baden. Nach dem Einbruch der Dunkelheit mussten die Kinder und Jugendlichen wohl die härteste Bewährungsprobe bestehen. „Eine Nachtwanderung mit Gespenstern lehrte selbst den etwas Vorlauteren das Fürchten“, erinnerte sich Ehrhardt. Doch die Aufgaben seien trotzdem gut gemeistert worden.

Am Sonntag nach dem Frühstück hieß es dann Abschiednehmen. „Allen Helfern und Unterstützern noch einmal ein herzliches Dankeschön für dieses tolle Sommerlager“, erklärte Pressesprecher Andreas Ehrhardt.

Die Finanzierung der Veranstaltung erfolgte mit Mitteln des Energielieferanten Eon-Avacon. „Dessen Mitarbeiter Thomas Braumann besuchte das Sommerlager und überzeugte sich vom gut angelegten Geld“, erklärte der Sprecher weiter. Schon seit einigen Jahren sei Eon-Avacon Sponsor der Jugendfeuerwehren der Stadt.