Debatte um die Grünflächenpflege

Anlieger fordern Erhalt der vollen Rosenpracht

Von Sabrina Trieger

Die Debatte um die Grünflächen-Pflege in Hohendodeleben reißt nicht ab und bringt nun Anlieger Andreas Kaiser auf die Palme. Das Vorhaben der Verwaltung, die Rosenbüsche entlang der Magdeburger Straße roden lassen zu wollen, um die Pflege der Flächen zu erleichtern, ärgert ihn. Er bietet seine Hilfe an.

Hohendodeleben l Über das von der Verwaltung angekündigte Vorhaben, die Rosenbüsche aus den kommunalen Flächen entlang der Magdeburger Straße in Hohendodeleben entfernen lassen zu wollen, um die Pflege zu erleichtern, könnte sich Anlieger Andreas Kaiser maßlos ärgern.

Er meldete sich auf den Beitrag "Knick in der Optik: Hohendodeleber ärgert sich über windschiefe Straßenschilder" in der Ausgabe vom 6. August zu Wort. Darin hatte sich Hohendodelebens ehemaliger Ortsbürgermeister Wolf-Burkhardt Bach über das zusehends "ungepflegte Erscheinungsbild der Ortschaft" aufgeregt.

Bach hatte abermals seinen Frust über die mangelhafte Pflege der stadteigenen Rabatten sowie über die unterschiedlichen Arbeitspraktiken auf den Rasenflächen öffentlich Luft gemacht.

Zu jener Grünpflegekritik auf kommunalen Flächen hatte daraufhin Bauamtsleiter Olaf Küpper neben einer Prüfung der beschriebenen Missstände auch angekündigt, dass die Verwaltung anstrebe, gemeinsam mit dem Ortschaftsrat und den Anliegern nach einer Lösung des Pflegeproblems suchen zu wollen. "Wie in Domersleben und Wanzleben haben wir auch hier vor, die Dornengewächse aus den Grünflächen entlang der Magdeburger Straße zu entfernen. Ich denke, dass den Bürgern eine ordentliche Rasenfläche lieber ist als eine ungepflegte Rabatte", hatte Olaf Küpper erklärt.

Und genau dieses Vorhaben hat jetzt Anlieger Andreas Kaiser nebst Familie auf die Palme gebracht. "Dass der Bauamtsleiter die Rosen als ,Dornengewächse\' bezeichnet und der Bepflanzung dadurch einen negativen Touch verleiht, hat schon was. Denn etwas negativ besetztes will bekanntlich keiner haben. Also weg mit den Rosen und her mit dem pflegeleichten Rasen. Doch hat sich die Verwaltung die Rasenflächen aktuell mal angesehen? Die sind von der Sonne verbrannt und unansehnlich. Wir und viele andere Dorfbewohner erfreuen uns jedes Jahr an den blühenden Rosen und sind natürlich auch traurig über das unschöne Bild der letzten Jahre", schreibt Andreas Kaiser und bietet an, sich selber um die Rosen kümmern zu wollen. "Geben Sie (Amtsleiter Olaf Küpper, Anmerk.d.Red.) uns und vielleicht auch anderen Hohendodelebern die Möglichkeit, beispielsweise die Ecke Matthissonstraße / Magdeburger Straße in den Griff zu bekommen und geben der Rodungsidee bezüglich der ,Dornengewächse\' erst einmal ein Jahr lang Aufschub", lautet die Bitte des Anwohners. Wann das "grüne" Thema im Ortschaftsrat zur Diskussion stehen wird, ist noch unklar.