Badesaison

Arbeitseinsatz im Freibad Wackersleben: Putzkolonne schrubbt ins Ungewisse

Von Ronny Schoof
Wie immer, hatte die Beckenreinigung beim ersten Arbeitseinsatz der Freibadhelfer oberste Priorität. Foto: Förderverein

Wackersleben

Mit amtlicher Genehmigung – so verrückt sind die Zeiten – hat der Wackersleber Freibadverein seinen ersten Arbeitseinsatz des Jahres durchziehen können. Wie im vergangenen Jahr recht spät; vor Corona waren die Helfer schon immer im März angerückt, um Becken und Gelände für die Badesaison in Schuss zu bringen.

„Wir haben grünes Licht vom Gesundheitsamt bekommen“, berichtet Vorstandsmitglied Claudia Kaiser. Der Verein hatte sich vorsichtshalber rückversichert, ob der Arbeitseinsatz statthaft sei. Das sei sehr befremdlich, räumt Kaiser ein. Normalerweise hätte man einfach ein paar Leute zusammengetrommelt und losgelegt. „Aber diesmal wollten wir das natürlich abklären und abstimmen, in welcher Form wir den Arbeitseinsatz durchführen dürfen, ohne Ärger zu bekommen.“ Dicker Pluspunkt: Er fand unter freiem Himmel statt. Also durfte man in kleingehaltenen Kolonnen und auf Abstand die Operation Frühjahrsputz in Angriff nehmen.

Reinigung mit Hochdruck und Schubkraft

Wichtigster Punkt auf der Agenda: die Reinigung des großen Beckens. Dem Dreck auf den knapp tausend Quadratmetern plus Wänden rückte man wieder mit Hochdruckreinigern, Schrubbern und Besen zu Leibe, und auch das kleine Pendant erhielt eine spritzige Grundsäuberung, auf dass das Beckenblau wieder strahlend glänzte.

„Tausend Dank an unsere fleißigen Helfer! Es ist schön, dass wir uns immer wieder auf euch verlassen können“, zeigt sich Claudia Kaiser im Namen des Vorstands froh über die stete Hilfe aus den Vereinsreihen und darüber hinaus. „Es hat gut geklappt, wir haben alle wie geplant geschafft.“ Zwei, drei weitere Arbeitseinsätze wären „auf jeden Fall noch nötig, um startklar zu sein, aber da wollen wir noch etwas abwarten, inwiefern sich das lohnt.“ So hätten sich noch einige Reparaturarbeiten aus dem vergangenen Jahr aufgestaut, und ansonsten müsste noch das Übliche – hier und da ein wenig malern, Büsche schneiden, Unkraut beseitigen – erledigt werden. „Aber erst, wenn die Situation etwas klarer ist“, so Kaiser.

Termin für Rock am Rettungsring

Was nicht bedeutet, dass dem Schwimmbadverein die Luft ausgeht oder verdrießlich wird. Ganz im Gegenteil, man geht fest davon aus, spätestens im Hochsommer schon irgendwann und irgendwie mit einer Betriebserlaubnis für Badefreuden und mehr sorgen zu dürfen. Bester Ausdruck dieses Optimismus: „Wir haben jetzt unsere Veranstaltung 'Rock am Rettungsring' geplant, die Ende Juli in die zweite Runde gehen soll“, so Claudia Kaiser.

Unter dem Stichwort „Save the date“ teilt der Verein den Besuchern dazu auch auf seiner Facebook-Seite mit: „Tragt euch den 31. Juli schon mal dick in euren Kalender ein!“ Mit den bewährten Live-Bands „Ablazed“ (Harbke/Helmstedt) und „Norfolk“ (Hötensleben) wolle man „einen unvergesslichen Abend auf die Beine stellen.“

Erfolgreiche Spendensammlung

Was den Tatendrang und den Optimismus des Vereins so befeuert, ist die breite Unterstützung, die er erfährt. „Seien es die Mitglieder oder die Gemeinde, wir haben da wirklich eine gute Basis, und man merkt, dass das Freibad allen am Herzen liegt“, so Claudia Kaiser. „Und der größte Dank geht an die vielen, vielen Spender, die uns mit ihrer finanziellen Hilfe eine ganz wichtige Stütze sind.“ Der Verein war in den vergangenen Wochen auf Klinkenputztour gegangen, hatte Flyer verteilt und Firmen angeschrieben. Claudia Kaiser: „Der Rücklauf war enorm, die Sponsoren waren sehr spendabel, es ist insgesamt ein schöner Betrag zusammengekommen. Vielen Dank nochmal an alle!“