Wulferstedt l In Wulferstedt können rund 410 Haushalte schneller im Internet surfen als bisher. „Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde“, erklärte Andreas Meyer, Regionalmanager der Deutschen Telekom. Gemeinsam mit seinem Telekom-Kollegen Fred Kluge sowie Volkmar Klaus, Betreiber eines Telefon-Geschäfts in Oschersleben, nahm er das Netz am Donnerstag offiziell in Betrieb. Außerdem ergänzte Meyer: „Nun können in kürzester Zeit Videos aufgerufen, Bankgeschäfte erledigt und Urlaube gebucht werden.“

Rund fünf Kilometer Glasfaser habe sein Unternehmen in den vergangenen Wochen in Wulferstedt verlegt. Außerdem seien zwei neue Verteiler aufgestellt und mit moderner Technik ausgestattet worden. Die Glasfaserkabel kamen zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler am Straßenrand in den Boden. Die grauen Kästen wurden zu Mini-Vermittlungsstellen umgebaut. Hier wird das Lichtsignal in ein elektrisches Signal umgewandelt. Von dort geht es über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden. Bei der Übertragung wird eine Technik eingesetzt, die elektromagnetische Störungen beseitigen soll. Dadurch würden höhere Brandbreiten erreicht.

Weiterer Ausbau folgt

„Wer die schnellen Internetanschlüsse nutzen möchte, kann sie ab sofort online, telefonisch oder im Fachhandel buchen“, fügte Meyer hinzu. „Wir freuen uns, dass wir unsere Pläne umsetzen können und das ausschließlich mit Eigenmitteln“, unterstrich der Telekom-Regionalmanager. Für das vierte Quartal plant der Magenta-Konzern den Netzausbau in Ausleben, Ottleben und Warsleben. Gröningen werde folgen, allerdings fehlten hier noch einige Absprachen mit der Verwaltung.

Für die restlichen Orte innerhalb der Westlichen Börde zeichnet die Verbandsgemeinde verantwortlich. Sie ist mit weiteren zehn Gemeinden Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Breitband des Landkreises Börde. Unter diesem Dach will die Verwaltung ein eigenes Glasfaser-Breitbandnetz für ihre Bürger bauen. Dafür hat sie mehr als 13 Millionen Euro Fördermittel beim Bund zugesagt bekommen.

Wenn dann all die Arbeiten erledigt sind und das Internet in der Westlichen Börde flächendeckend schnell ist, sind Verbandsgemeinde beziehungsweise ihre Mitgliedsgemeinden Besitzer der Leitungen, die sie an den Netzbetreiber verpachtet und sich damit das ausgegebene Geld wieder rein holt. Denn mit den besagten gut 13 Millionen Förder-Euro ist nur gut die Hälfte der Kosten gedeckt. Der Rest wird mit Hilfe von Krediten finanziert. Das Netz der Telekom ist davon ausgeschlossen.