Hadmersleben l Heimatstuben-Chefin Eva Oschim und Aussteller Dieter Drobek sind gleichermaßen überrascht. Denn mit so vielen Besuchern haben sie dann doch nicht gerechnet. Schon eine Viertelstunde vor dem offiziellen Eröffnungstermin ist der Ausstellungsraum proppenvoll. Also was soll‘s, sagt sich Dieter Drobek, begrüßt all die Gäste schon vor der Zeit und wünscht ihnen viel Freude mit seinen Bildern. Die die Besucher auch haben. Und zwar sowohl diejenigen, die frühzeitig erschienen sind, als auch diejenigen, die später eintreffen.

Gut 20 Zeichnungen hat der Hadmersleber Hobby-Maler in den Ausstellungsraum der Heimatstube gehängt. Es sind farbenfrohe Bilder, zumeist Landschaften und Blumen. Aber auch zwei Zicklein haben ihren Platz bekommen. „Diese Bilder sind nur eine kleine Auswahl von mir und in den zurückliegenden drei Jahren entstanden“, sagt der 70-jährige Künstler, der schon als Kind mit Freude gemalt hat, wie er sagt. „Ich hätte die Kunst auch gerne zu meinem Beruf gemacht“, verrät Dieter Drobek weiter, der sich dann aber doch für bodenständige Ausbildungen entschieden und als Schlossermeister, Brunnenbauer sowie Lehrausbilder seine Brötchen verdient hat.

Ehefrau Martina ist die erste Kritikerin

Aufgehört zu malen, hat Dieter Drobek jedoch nie, der in Tangermünde aufgewachsen ist, später in Magdeburg gelebt hat und 1983 nach Hadmersleben gezogen kam. Gemeinsam mit seiner Frau Martina, die auch ein künstlerische Ader hat und die erste Kritikerin ihres Ehemannes ist. „Mich stört es nicht, wenn sie mir über die Schulter schaut und den einen oder anderen Tipp gibt“, sagt Dieter Drobek, der in seinem Atelier hoch oben im Haus nicht nur malt, sondern auch den einen oder anderen Kunstgegenstand aus Holz oder Stein herstellt. „Dafür bekomme ich meistens ganz genaue Vorgaben von meiner Frau, die auch sehr kreativ ist und schöne Dinge anfertigt.“

Bilder

In der Hadmersleber Heimatstube sind jetzt aber nur Bilder von Dieter Drobek zu sehen. Wobei das nicht so ganz stimmt. Denn zur Ausstellung gehören auch einige Zeichnungen von Drobeks Schülern. Also von den Teilnehmern seiner Kunst-Arbeitsgemeinschaft, die er bereits seit geraumer Zeit in der Hadmersleber Begegnungsstätte „Neptun“ vor allem Erwachsenen anbietet, die auch Freude an der Malerei haben. „Das ist ein ganz tolles Angebot. Wir bekommen dabei von Dieter Drobek viele Tipps und freuen uns nun auch, hier gemeinsam mit ihm ausstellen zu dürfen“, sagt Barbara Ilse, die eine jener Drobek-Schüler ist.

Organisatorin war voller Freude

Voller Freude über die Ausstellung selbst und über das große Interesse während der Eröffnungsveranstaltung ist auch Eva Oschim. Die nicht nur die Gastgeberin, sondern auch die Ausstellungs-Organisatorin ist. Wie sie seit dem Jahr 2001 hier in der Hadmersleber Heimatstube auch schon 29 andere Ausstellungen organisiert hat. In denen beispielsweise Plüschtiere, Trachten, Hüte, Kaffeekannen oder auch Tierpräparate zu sehen waren.

So dass diese Bilderpräsentation also nun die 30. und damit eine Jubiläumsausstellung ist. Jedoch nicht nur. Denn zugleich ist es die letzte, die Eva Oschim organisiert hat. „Ich gehe in diesem Jahr in Rente und freue mich deshalb sehr, dass ich zum Schluss Dieter Drobek gewinnen konnte, hier bei mir seine Bilder zu zeigen.“

Jubiläumsausstellung ist die letzte

Die Ausstellung wird bis Ende Mai dienstags und donnerstags von 9 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr zu sehen sein. „Wer sich die Ausstellung außerhalb der Öffnungszeiten der Heimatstube ansehen möchte, den bitte ich, sich während der Öffnungszeiten unter Telefon 03908 /50 71 zu melden, um einen Termin zu vereinbaren“, sagt Eva Oschim.