Osterweddingen l Das Foto „Über den Dächern von Sülldorf“ von Conny Sauerbaum ist zur besten Arbeit des Wettbewerbs der Sülzetaler Gemeindeverwaltung und der Landgesellschaft gekürt worden. Es zeigt einen Blick über den Ort zur Frühlingszeit. „Ich finde, dieses Foto zeigt mit Sülldorf ein ganz typisches die Bördedorf“, sagte Bürgermeister Jörg Methner (SPD), der auch Jury-Mitglied war. Als Preis bekam die Siegerin einen Gutschein im Wert von 75 Euro.

Den zweiten Platz belegte Dieter Heinz. Sein Foto zeigt die Osterweddinger Mühle an einem eiskalten Wintertag. Steffen Eberts Aufnahme „Jenseits von Altenweddingen“ zeigt das Gleisbett der Bahnstrecke Magdeburg-Halberstadt im Gegenlicht der untergehenden Sonne. „Diese Stimmung habe ich mit meiner Spiegelreflexkamera in der Nähe von Möbel-Höffner eingefangen“, verriet der Drittplatzierte, der vom Bürgermeister einen Gutschein im Wert von 30 Euro überreicht bekam.

Fotografien werden im Rathaus ausgestellt

Über immerhin 20 Euro freute sich Bernd Jende aus Altenweddingen. Seine „Seerosenblüte“ landete auf dem 5. Platz. „Ich bin ja noch immer mit meiner analogen Kamera unterwegs“, verriet der Naturbegeisterte. Die Aufnahme sei an der Tonkuhle entstanden. „Ein Mal im Jahr mache ich dort eine Bestandsaufnahme. Und dieses eine Mal fiel mir diese prächtige Blütenpracht ins Auge, die ich gleich festhalten musste“, erzählt Bernd Jende.

Bilder

Den 5. Platz belegte Martina Rabe aus Altenweddingen. Für die Jury strahlte ihr Foto „Winterröthe“ ein ganz besondere Stimmung aus, wie Jörg Methner sagte. „Ich war an einem kalten, aber sonnigen Wintertag unterwegs auf Motivsuche. Das Bild habe ich ganz einfach mit dem Handy gemacht“, verriet Martina Rabe. Sie konnte sich über einen 15-Euro-Gutschein freuen.

Alle fünf Fotografien sollen nun ständig im Flur des Rathauses in Osterweddingen ausgestellt werden. Zu dem Wettbewerb hatte im Frühjahr die Gemeindeverwaltung gemeinsam mit der Landgesellschaft im Rahmen der Erstellung des Integrierten Gemeindlichen Entwicklungskonzeptes (Igek) aufgerufen. „Wir konnten eine ganz tolle Beteiligung verzeichnen, auch wenn die Resonanz hätte größer sein können“, erklärte Jörg Methner. Er hofft, dass sich beim nächsten Mal noch mehr Sülzetaler einbringen. Außerdem kritisierte er Jene, die den Wettbewerb auf’s Korn nahmen. „Es gab immer wieder Stimmen, die sagten, ihr veranstaltet einen Wettbewerb, obwohl ihr gar keinen Haushalt und somit auch kein Geld habt“, erklärte der Bürgermeister und ergänzte: „Doch der Fotowettbewerb hat mit dem Haushalts überhaupt nichts zu tun. Es geht darum, dass sich die Sülzetaler Bürger in eine wichtige Sache einbringen können.“ Die Preise seien zudem komplett aus Spenden finanziert worden. Die verschenkten Gutscheine stammten übrigens ausschließlich aus Geschäften im Sülzetal.

Workshop in Planung

Lars Appelt von der Landgesellschaft Sachsen-Anhalt betonte noch einmal, den Anstoß für den Fotowettbewerb rühre aus der Erarbeitung des Igeks. „Neben reinen Themen zur Planung hat uns auch immer wieder die Frage beschäftigt, was das schöne Sülzetal eigentlich ausmacht. So sind wir auf die Idee gekommen, uns das von den Bürgern zeigen zu lassen.“ Insgesamt seien 27 Fotos eingereicht worden. Dabei seien die Motive sehr unterschiedlich gewesen. So wurden Fotos beispielsweise vom Osterweddinger Radrennen aber auch Landschaftsaufnahmen eingereicht. „Es hat uns sehr gefreut und war sehr spannend, wie die Sülzetaler ihre Gemeinde eigentlich sehen“, resümierte Appelt.

Gemeinsam mit seiner Kollegin Heike Winkelmann koordiniert und entwickelt er im Auftrag der Kommune das Igek. Zwei Ziele verfolgt das Sülzetal mit dem Entwicklungskonzept: Einerseits sollen künftige Maßnahmen in den Orten in einem Fahrplan zusammengetragen werden, der bis ins Jahr 2025 reicht. Andererseits soll das Igek künftig den Fördermittelentscheidern als Handreichung dienen. „Wir wollen schauen, wie es sich aktuell in der Gemeinde lebt und was künftig zur Verbesserung zu tun ist“, erzählt Lars Appelt. Um so wichtiger seien daher die Meinungen und Ideen der Einwohner selbst. So sind im Frühjahr Begehungen durch alle Ortsteile durchgeführt worden. Dabei ist die Beteiligung in den einzelnen Ortschaften recht unterschiedlich gewesen, „in einigen sogar sehr enttäuschend“, hatte Appelt festgestellt. Dennoch habe er sich einen guten Eindruck von der Gemeinde machen können. „Dabei waren Spielplätze als Treffpunkt für vor allem junge Familien immer wieder Thema“, erinnert sich der Koordinator. Aber auch die regelmäßigen Seniorentreffen seien immer wieder angesprochen worden.

Doch mit der Bürgerbeteiligung soll es noch weiter gehen. So planen Gemeindeverwaltung und Landgesellschaft einen Workshop, zu dem alle Sülzetaler eingeladen werden sollen. Termin und Ort werden demnächst bekanntgegeben.