Barneberg l Die Auszeichnung ist Angelika Höde an ihrem Wohnort von Petra Grubitzsch und Stefan Hirsch feierlich überreicht worden. Die beiden Mitarbeiter der Regionalen Messnetzgruppe Potsdam, Außenstelle Leipzig, übermittelten zugleich den Dank des DWD-Präsidenten und würdigten die „außerordentliche Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft“ der Geehrten.

Angelika Höde habe zweieinhalb Jahrzehnte lang „die Station gewissenhaft betreut“, bis Ende 2011 zusätzlich zur täglichen Niederschlagsmessung auch das Wettergeschehen generell in Barneberg beobachtet und notiert. Das reichte vom Verlauf von Gewittern und Hagelschauern bis zum winterlichen Schneetreiben. „Sie haben damit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Wettervorhersage und Klimaüberwachung geleistet“, betonte Außenstellenleiterin Petra Grubitzsch. „Davon profitieren alle Bürger in Deutschland, denn die Auswirkungen des Wetters und Klimas betreffen jeden von uns.“

Ehrenamtliche sind unverzichtbar

Auch in dem Schreiben vom Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer, wird Hödes Wirken höchst gewürdigt: „Die aus Ihren Mess- und Beobachtungsdaten aufbereiteten Ergebnisse sind letztlich Grundlage für eine Vielzahl von Entscheidungen im Hoch- und Tiefbau, im Verkehr mit allen Verkehrsträgern und allen Verkehrsmitteln und dienen somit dem Wohlbefinden aller Bürger. Mit Ihrem langjährigen Engagement haben Sie ein hohes Maß an Bürgerverantwortung und Gemeinsinn gezeigt.“

Für den nationalen Wetterdienst sind Bürger wie Angelika Höde unverzichtbar, merkte Petra Grubitzsch an: „Leute, die mit Spaß am Wetter, Liebe zur Natur, einer guten Beobachtungsgabe und einem hohen Verantwortungsbewusstsein jahrzehntelang kontinuierlich das Wetter in ihrer Region überwachen.“ Kollege Stefan Hirsch ergänzte dazu, dass der DWD derzeit zuverlässige Ehrenamtliche im Bereich Oschersleben und Hadmersleben suche. Interessenten können sich beim DWD melden.

In Barneberg wird bereits seit 1936 das Wetter zwecks Datenverwertung beobachtet. Angelika Höde übernahm die Tätigkeit von ihrem Vater Franz Friese, der selbst lange Jahre für den Wetterdienst ehrenamtlich tätig war. „Wurden die Beobachtungsprotokolle bis vor ein paar Jahren noch monatlich per Brief versandt, hat inzwischen die moderne Technik Einzug gehalten“, erklärt Angelika Höde. „Jetzt melde ich Daten wie die Niederschlagsmenge täglich per PC oder Smartphone.“