Ausleben l Am Freitag, 6. September, war es noch einmal heiß auf der Straßenbaustelle in Ausleben. Dafür hat nicht die Sonne, sondern dafür hat der Asphalt gesorgt, der auf die 300 Meter zwischen Nussstraße und Kaufhalle aufgetragen worden ist. Fachmännisch ausgedrückt war es die Verschleißschicht, mit der gestern die Arbeiten an der Fahrbahn beendet worden sind. Nachdem dieser Abschnitt der L 104 bereits am Tag zuvor eine Schotter-, eine Trag- und eine Deckschicht bekommen hat.

Damit ist die Straße selbst so gut wie fertig, es müssen jetzt nur noch die Gullys der Fahrbahnhöhe angepasst werden. Zudem stehen noch ein paar Restarbeiten an den Nebenanlagen an. „Das alles werden die Bauarbeiter in den nächsten Tagen erledigen, so dass die Straße pünktlich am 19. September freigegeben wird“, sagt Auslebens Bürgermeister Dietmar Schmidt.

Freigabetermin steht

„Pünktlich“ deshalb, weil das vor Baubeginn genau so geplant, unter anderem bei der Verkehrsbehörde bis zu diesem 19. September 2019 die weiträumige Umleitung beantragt und von ihr auch genehmigt worden ist. Und die nun um keinen Tag verlängert werden muss.

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Wobei die Straße an jenem Donnerstag nicht gleich in den frühen Morgenstunden wieder passierbar sein wird. Vielmehr werden im Laufe des Tages all die Sperr- und Umleitungsschilder eingesammelt, wird es laut Dietmar Schmidt um 15 Uhr eine ganz offizielle Straßenfreigabe per Scherenschnitt und anschließend grünes Licht sowohl für den Orts- als auch für den Durchgangsverkehr geben.

Bauprojekt war Gemeinschaftsarbeit

Anfang April hatte die Baufirma mit den Arbeiten in diesem Straßenbereich begonnen, nachdem sie zuvor den 700 Meter langen L 104-Abschnitt von den Drei Eichen bis zur Nussstraße saniert hat. Und wie beim Vorgänger-Abschnitt, ist auch von Nussstraße bis Kaufhalle zunächst die alte Fahrbahn entfernt und unter anderem ein neuer Regenwasserkanal verlegt worden. Wie auch die alte Asbest-Zement-Trinkwasserleitung durch eine neue aus Polyethylen ersetzt wurde und überdies Leerrohre für die künftige Glasfaser-Breitbandversorgung in die Erde gelegt worden ist.

Auch dieses Straßenbau-Projekt war eine Zusammenarbeit von Gemeinde, Land und dem Trink- und Abwasserverband Börde (TAV). Denn für die Erneuerung der Trinkwasserleitung war der TAV zuständig, für die Fahrbahn das Land und für die Nebenanlagen die Gemeinde. Zudem teilen sich Gemeinde und Land die Verantwortung und auch die Kosten für den Regenwasserkanal.

Übliches Betonsteinpflaster

Während die Fahrbahn also nun wie vorgesehen Asphaltdecke bekommen hat, ist für die Fußwege wie in Ausleben üblich gelbes Betonsteinpflaster verwendet worden und für die Grundstückszufahrten sowie für die Bushaltestellen-Einschleifung auf der Kaufhallenseite Natursteinpflaster. Der langgezogene Parkstreifen auf der Nord-West-Seite hat anthrazitfarbiges Betonsteinpflaster bekommen.

Noch nicht wie geplant umgestaltet ist die Bushaltestelle gegenüber der Kaufhalle, für die es seit geraumer Zeit kein Wartehäuschen mehr gibt, da der Besitzer des Grundstücks, auf dem das bisherige Häuschen steht, sein Areal eingezäunt und damit den Bus-Passagieren den Regenschutz genommen hat. „Dort wird wie vorgesehen ein neues, für jeden zugängliches Wartehaus aufgestellt. Allerdings gibt es Lieferschwierigkeiten, so dass das noch etwas dauern wird“, sagt Dietmar Schmidt.