Etliche Vorhaben verändern im Jahr 2012 das Aussehen der Bodestadt nachhaltig

Bauarbeiter packen in Oschersleben an

Von Mathias Müller

In Oschersleben stehen neben großen Straßenbauprojekten wie dem Ausbau der Hornhäuser Straße auch zahlreiche kleinere Vorhaben auf dem Programm. So soll das Wohngebiet Wasserrenne einen kleinen Stadtteilpark bekommen.

Oschersleben l Die Stadt Oschersleben nimmt in diesem Jahr etliche Bauvorhaben in Angriff. Eines davon ist der Ausbau der völlig desolaten Straße "An der Wasserrenne", die noch aus Betonplatten besteht, die aus DDR-Zeiten stammen. Der Straßenausbau kostet 435000 Euro und wird nach Auskunft von Oscherslebens Bürgermeister Dieter Klenke (parteilos) zu 90 Prozent aus dem Förderprogramm Stadtumbau Ost finanziert. Die restlichen zehn Prozent steuert die Stadt Oschersleben aus ihrem Haushalt bei. "Damit wird dieses Wohngebiet deutlich aufgewertet", ist sich der Bürgermeister sicher. Ebenso dadurch, dass die Oschersleber Wohnungsgenossenschaft "Neues Leben" auf dem Gelände der früheren Spar-Kaufhalle im Frühjahr mit dem Bau ihres Mehrgenerationenhauses beginnt.

Ein weiteres Projekt aus dem Stadtumbau Ost ist der grundhafte Ausbau eines Teils der Breitscheidstraße, die von der Schöninger Straße bis zur Albert-Einstein-Straße saniert wird. Dieses Vorhaben schlägt mit 524700 Euro zu Buche. Dieses Projekt werde nach Ansicht von Bürgermeister Klenke kompliziert auszuführen sein, da unter anderem der Regenwassersammler auf einer Sohlentiefe von 4,50 Metern saniert werden müsse.

Die Stadt plane in diesem Jahr weiterhin, den Parkplatz und die Grünflächen an der Diesterweg-Schule für 190000 Euro auszubauen. Zudem soll auf dem Areal an der früheren Schule VI für 30000 Euro ein kleiner Stadtteilpark mit Grünflächen, Wegen und Bänken entstehen.

"Im Frühjahr wird auch der zweite Teil des Ausbaus der Nebenanlagen in der Puschkinstraße beginnen", kündigt Klenke an. Er rechne damit, dass die Arbeiten spätestens zwei Monate nach dem Beginn beendet sein werden.

"Viele der Aufträge, die wir auslösen, bleiben in der Region und sichern damit Arbeitsplätze", freut sich Klenke darüber, dass die Stadt Oschersleben auch beschäftigungspolitisch Einfluss nehmen könne. Damit bleibe das Geld in der Region und erhöhe die Kaufkraft der Bevölkerung.

Neben der Stadt Oschersleben gibt es weitere Partner, die in diesem Jahr Bauvorhaben in der Bodestadt umsetzen. Klenke nennt unter anderem die Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft Bewos, die für die Schweizer Krankenhauskette Ameos am Seilerweg eine psychiatrische Tagesklinik baut oder die Oschersleber Gesundheitsunternehmerin Grit Köllmer, die auf der Vorburg einen Gebäudekomplex mit Senioren-Wohngemeinschaften und ergänzenden Angeboten errichten will. "Wenn diese Vorhaben vollendet sind, habe wir im unteren Teil der Stadt einen gewaltigen Qualitätssprung gemacht", ist sich der Bürgermeister sicher. In diesem Jahr werde der alte Speicher auf dem Burghof noch ein neues Dach erhalten, sodass darin später die geplanten Archiv- und Büroräume eingebettet werden können.

Der Landkreis Börde wird in diesem Jahr zudem mit dem Neubau der Puschkin-Sekundarschule beginnen und den alten Teil der Schule sanieren. Die Stadt Oschersleben zieht später mit ihrer Grundschule nach, die Mädchen und Jungen werden während der Bauphase die ehemalige Sekundarschule in Hadmersleben nutzen. Diese muss dafür noch vorbereitet werden, verdeutlicht Bürgermeister Klenke.