Oschersleben l Eigentlich habe die Bewos, seit Juli des vergangenen Jahres Besitzer des seit Jahren leer stehenden einstigen Kaufhauses O, keine Werbung für die Vermarktung des Hauses machen müssen. Allein die exzellente Lage inmitten von Oschersleben, gleich nebenan das Rathaus, habe dafür gesorgt, dass, bis auf wenige Restflächen, sich Interessenten für Büros und Praxen gefunden haben. „Bislang mussten wir niemanden fragen, ob er Interesse hätte, ins Kaufhaus O zu ziehen. Im Gegenteil, wir wurden gefragt, ob noch Flächen zu haben sind. Wir haben für alle Geschosse Interessenten aus der Verwaltung- und Dienstleistungsbranche gefunden. In den meisten Fällen stehen wir kurz vor Abschluss der Verträge“, so Bewos-Geschäftsführer Dr. Thomas Harborth. Wer konkret diese Interessenten sind, möchte Thomas Harborth an dieser Stelle noch nicht öffentlich machen. Insgesamt gilt es eine Fläche von 2300 Quadratmetern zu vermarkten.

Ziel sei es, im August den Bauantrag einzureichen. Zugleich müsse die Änderung der Nutzung des einstigen Kaufhauses beantragt werden. Mitte November solle der Umbau beginnen.

Komplett umgestaltet

Und wie auf dem großen Plakat, welches seit gut einer Woche an der Fassade hängt, nacgelesen werden kann, solle das Haus Mitte 2020 komplett umgebaut und vermietet übergeben werden.

Die Kosten des Umbaus schätzt Harborth auf ein bis zwei Millionen Euro. Größter Einschnitt für das Gebäude werde wohl das Entfernen der Treppe, über die man einst aus dem Erdgeschoss in die obere Etage des Kaufhauses gelangte, sein.

Im Sommer gekauft

Nachdem die Bewos das Haus im Sommer des vergangenen Jahres gekauft hatte, zog bereits erstes Leben in das Gebäude. So fanden zwei sogenannte Sofa-Konzerte, eins im November 2018 und das zweite Ende März, statt, die großen Anklang fanden und zugleich einen guten Zweck erfüllten. So konnte nach dem März-Konzert dem Förderverein des Schulmuseums Oschersleben eine Spende von 900 Euro für den Aufbau des Museums übergeben werden.