Gröningen l Auch heute sind in der Westlichen Börde wieder ganz in der Frühe zwei Mitarbeiter des Winterdienstes aufgestanden und haben noch vor 4 Uhr außer Haus das Wetter in Augenschein genommen sowie den Zustand der Straßen geprüft. Um dann zu entscheiden, ob sie mit ihren Mitstreitern ausrücken oder nicht.

Wobei es nach der Wettervorhersage wohl noch nicht erforderlich war, die Streu- und Räumfahrzeuge zu starten. Denn derzeit sind weder tiefe Minusgrade noch Niederschläge angekündigt worden. Aber wer weiß, vielleicht ist es ja anders gekommen. Womöglich im gesamten Bereich, gegebenenfalls aber auch nur in einem Teil der Westlichen Börde, die doch recht langgezogen ist. Weshalb der Winterdienst der Verbandsgemeinde ja auch zweigeteilt organisiert ist. Im nördlichen Teil für Ausleben und die Gemeinde Am Großen Bruch sowie im südlichen Teil für die Städte Gröningen und Kroppenstedt.

Ausgediente Fahrzeuge ersetzt

Neun beziehungsweise acht Mitarbeiter der Verbandsgemeinde erledigen in diesen beiden Regionen jeweils den Winterdienst. Wofür ihnen insgesamt acht Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Fahrzeuge, um zum einen den Schnee von den Gehwegen, Plätzen sowie gemeindeeigenen Straßen zu schieben und zum anderen um vereiste Flächen zu streuen.

Während sechs dieser Nutzfahrzeuge schon einige Zeit zum Bestand gehören, sind zwei von ihnen nigelnagelneu und haben nunmehr zwei ausgediente Fahrzeuge ersetzt. In Ausleben ist das eine neue Auto seit der vergangener Woche stationiert, in Gröningen das andere am gestrigen Montag angekommen.

„Das sind das gesamte Jahr über sehr vielseitig einsetzbare Fahrzeuge, die wir nach einer umfangreichen Vorführung mehrerer Varianten nach unseren Ausstattungswünschen in Auftrag gegeben haben“, sagt Verbandsgemeindebürgermeister Fabian Stankewitz bei der offiziellen Inbetriebnahme des ersten Exemplars. Weshalb das vom Verbandsgemeinderat beschlossene Darlehen für die Anschaffung auch „sehr wichtig und richtig“ gewesen sei, so Stankeweitz.

Umrüsten geht jetzt schneller

Zur Winterdienstausstattung der beiden 170-PS-Fahrzeuge gehört beispielsweise ein sogenannter Absetzcontainer für das Streugut. „Hat das Umrüsten früher gut eineinhalb Stunden gedauert, ist es jetzt in zehn Minuten passiert“, sagt der Verbandsgemeindebürgermeister und zählt noch weitere Ausstattungsteile auf, mit deren Hilfe der Winterdienst, aber auch die Arbeiten in den anderen Jahreszeiten, beispielsweise die Grünflächen- oder Friedhofspflege, nun noch effektiver erledigt werden können. „Um das noch weiter auszubauen, werden wir wohl im Laufe der Zeit die Fahrzeuge noch mit dem einen oder anderen Gerät nachrüsten“, kündigt Fabian Stankewitz an.

Wobei sie für den Winterdienst schon „sehr gut“ ausgestattet sind, wie Frank Dietrich sagt, der das in Ausleben stationierte neue Auto in der Regel fahren wird und auch schon den Ernstfall, sprich den Winterdiensteinsatz geprobt hat. „Es funktioniert alles sehr gut“, sagt Frank Dietrich, den nicht zuletzt das geteilte Schiebeschild begeistert. „Damit können auf den Wegen, Plätzen und Straßen den Schnee besser wegräumen als bisher.“

Und wie Frank Dietrich bereits in der vergangenen Woche in Ausleben, wird Patrick Müller sicherlich das am gestrigen Montag in Gröningen eingetroffene neue Fahrzeug gleich unter die Lupe genommen haben und auch probegefahren sein. Denn in Gröningen wird vor allem Patrick Müller am Steuer des neuen Fahrzeugs sitzen.