Hadmersleben l Auf der Prioritätenliste der Lokalen Leader Aktionsgruppe (LAG) Börde für den Förderzeitraum 2020/2021 nimmt der Projektantrag des Turn- und Sportvereins (TSV) Hadmersleben die Spitzenpostion ein. Um im gerade im Bau befindlichen neuen Sportzentrum Zuschauertribünen errichten zu können, beantragt der Sportverein 60.000 Euro. „Der Einbau der Tribünen ist nicht Bestandteil des vom Land geförderten Sporthallenneubaus.

Da aber künftig beispielsweise die Handballer aus Klein Oschersleben ihre Heimspiele in Hadmersleben austragen möchten, werden auch Zuschauertribünen, natürlich auch für andere Sportveranstaltungen, gebraucht“, erklärte Matthias Schuffert, Vorsitzender des TSV Hadmersleben.Das neue Sportzentrum werde künftig von mehreren Vereinen genutzt. Entstehen sollen zwei-bis dreireihige Tribünen, die 17 Meter lang sind.

Sporthalle wird im Jahr 2019 nicht fertig

Zum aktuellen Stand der Bauarbeiten berichtet Matthias Schuffert, dass der Sporthallenneubau in diesem Jahr nicht mehr fertig wird. Damit ist Ende Februar, Anfang März zu rechnen. „Die Bauarbeiten haben sich um etwa acht Wochen verzögert. Die Verzögerungen entstanden hauptsächlich durch die schwierigen Bodenverhältnisse, die die Gründungsarbeiten des Baus erschwerten. Am Ende sind wir froh, dass es nur acht Wochen Verzögerung sind, denn die Unternehmen haben auch Probleme, die Aufträge abzuarbeiten“, stellt der Vereinschef fest. In der nächsten Woche sollen die Arbeiten zum Einbau der Prallwände und des Hallenbodens, ein Schwingboden, beginnen.

Die Mitglieder des TSV haben, um den Bau des Sportzentrums voranzubringen, selbst ordentlich Hand angelegt. So wurden Leitungen zur Ableitung des Regenwassers und auch die Schmutzwasser- und Trinkwasserleitungen selbst verlegt, ein angrenzender Graben entsprechend hergerichtet, damit dieser das Regenwasser aufnehmen kann. Auch der Bau einer Terrasse und der Parkplätze solle in Regie des Sportvereins passieren.

Oschersleben an Kosten beteiligt

Seit 2012 kämpfte der TSV Hadmersleben als Bauherr um den Neubau dieser Sporthalle. Es war ein langer, mitunter auch steiniger Weg bis zum Baubeginn vor einigen Monaten. Zu den Steinen, die es aus dem Weg zu räumen galt, gehörte die Finanzierung. Nach einer Ausschreibung waren die Baukosten um 500.000 Euro gestiegen. Mithilfe einer umfassenden Förderung durch das Land Sachsen-Anhalt sowie Zuschüssen aus dem Haushalt von Oschersleben wird das 2,6 Millionen Euro schwere Projekt umgesetzt, gehen die Bauarbeiten bereits dem Ende entgegen. Die Stadt Oschersleben zahlt jährlich einen Betriebskostenzuschuss in Höhe von 40.000 Euro. In jedem Fall wird die Sporthalle nicht nur für Hadmersleben allein dringend gebraucht. Für den TSV Hadmersleben mit 250 Mitgliedern, die in zehn Fußballmannschaften trainieren, mit Tischtennis-Spielern, Gymnastikfrauen, Volleyballern und Kindersportlern könnte der Belegungsplan für den Trainingsbetrieb zur Herausforderung werden.

Von der neuen Sporthalle werden auch die Bürger aus den umliegenden Orten wie Klein Oschersleben, Groß Germersleben, Peseckendorf oder Alikendorf profitieren können. Und natürlich werden sich auch die Grundschüler in der Halle sportlich betätigen wie auch die Mädchen und Jungen der nahe gelegenen Kita. Hinzu kommen die Sekundarschüler der Oberschule V, die für knapp zwei Jahre von Oschersleben in das Ausweichquartier, in die ehemalige Hadmersleber Sekundarschule, zogen.