Neuwegersleben l Die Neuwegersleber Wehr, deren Auflösung zwar schon seit einiger Zeit zur Diskussion steht, wird nicht aufgelöst. Ein entsprechender Antrag der Verwaltung ist vom Verbandsgemeinderat abgelehnt worden. Die Auflösung ist nicht zuletzt deshalb abgelehnt worden, weil wieder Leben in die Neuwegersleber Feuerwehr gekommen ist. Und zwar auf Basis eines Konzeptes, das die Zusammenarbeit der drei Wehren aus Hamersleben, Gunsleben und Neuwegersleben betrifft und das bereits umgesetzt wird.

Gemeinsame Dienstabende

Heißt also beispielsweise, dass auch die neun aktiven Neuwegersleber Feuerwehrleute seit Anfang des Jahres wieder regelmäßig an zwei- bis vierstündigen Dienst- und damit auch Ausbildungsabenden teilnehmen, die die genannten drei Wehren gemeinsam und an wechselnden Standorten veranstalten. Also in Hamersleben und Gunsleben genauso wie in Neuwegersleben.

„Damit steht nichts mehr im Wege, dass die Kameraden die 45 bis 50 Ausbildungsstunden im Jahr absolvieren, um am Einsatzdienst teilnehmen zu dürfen“, hat der künftige Verbandsgemeindewehrleiter Mathias Langer gesagt, als er dem Verbandsgemeinderat das erwähnte Konzept über die Zusammenarbeit der drei Wehren erläuterte und dabei zudem feststellte: „Die drei Wehren bündeln somit bereits jetzt ihre Kapazitäten und haben auch schon die ersten neuen Mitglieder gewonnen.“

Drei Räte haben sich enthalten

Zumal diese drei Feuerwehren ohnehin bereits seit längerer Zeit nicht nur in der Verbandsgemeinde, sondern auch im Landkreis als eine Einsatzeinheit betrachtet und alle drei Wehren zu jedem Einsatz in ihrem Umfeld gemeinsam gerufen werden. Was auch die einzige Möglichkeit ist, um einsatzbereit ausrücken zu können. Sind doch zumindest tagsüber viele Einsatzkräfte nicht zugegen und außerdem in allen drei Wehren etliche Leitungsfunktionen gar nicht besetzt.

Weshalb sich ja auch bereits vor zwei Jahren die drei Wehren Hamersleben, Gunsleben und Neuwegersleben in einer gemeinsamen Mitgliederversammlung entschieden hatten, sich zur „Feuerwehr Am Großen Graben“ zusammenzuschließen. Was aber weder diese drei Wehren allein entscheiden dürfen, noch die Verbandsgemeinde oder der Landkreis. Diese Entscheidung darf nur das Land treffen, dem nun ein entsprechender Antrag der Verbandsgemeinde vorgelegt worden ist.

Und zwar nachdem der Verbandsgemeinderat zum einen bei lediglich drei Enthaltungen mit großer Mehrheit gegen die Auflösung der Neuwegersleber Feuerwehr gestimmt und danach die „Zweite Fortschreibung der Risikoanalyse und des Brandschutzbedarfsplanes der Verbandsgemeinde Westliche Börde“ mit großer Mehrheit angenommen hat.