Oschersleben l Ursprünglich wollte der Kleinalsleber Horst Eckstein auf dem Gelände an der alten Stadtmühle einen Wohnpark mit attraktiven Wohnungen, Büroräumen, Café, Boutiquen und ähnlichen Einrichtungen entstehen lassen. Ein entsprechender Bebauungsplan war bereits in Arbeit. Doch das mehr als 4800 Quadratmeter große Grundstück erwies sich als eine Nummer zu groß.

Mit Thomas Harborth, Geschäftsführer der Oschersleber Wohnungsbau- und verwaltungs GmbH Bewos, fand der heutige Ruheständler Horst Eckstein einen Partner mit Visionen. Das Interesse für das Gelände kommt bei Thomas Harborth nicht von ungefähr. Oft hat der Bewos-Chef in den oberen Etagen der sanierten Burg, dort wo sich heute die fünf Wohnungen befinden, auf das Areal geschaut und Ideen entwickelt.

Bauantrag im Januar

Zu Beginn dieses Jahres kaufte die Bewos das Stadtmühlen-Gelände. Inzwischen gab der Stadtrat grünes Licht für die Änderung des Bebauungsplanes. „Wir können im Januar einen Bauantrag stellen. Vorstellbar wäre ein Baubeginn im Sommer“, erklärt Thomas Harborth am Dienstag beim Rundgang über das Stadtmühlen-Gelände. Mit dabei Horst Eckstein, Architekt Thomas Krause und Ralf Kürbis, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Börde.

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Thomas Krause rollt die Baupläne aus: „Wir bauen an der Bode entlang ein Wohnquartier für Betreutes Wohnen. In dem dreigeschossigen Wohnhaus finden 41 barrierefreie 1,5- bis 2-Raumwohnungen Platz. Darüber hinaus ist eine Tagespflege für 30 Bewohner geplant“, erklärt Thomas Krause zum Bauvorhaben. „Strategisch bleibt die aktuell vorhandene Tagespflege erhalten“, wirft Ralf Kürbis sofort ein.

Die Bewos ist der Bauherr, das DRK mietet sich in das Objekt „Betreutes Wohnen Stadtmühle“ ein. Das Gelände ist zentrumsnah gelegen, unweit von Spazierwegen entlang der Bode.

Areal soll eine Einheit bilden

Die Zufahrt wird über das alte Tor der Stadtmühle, also über die Bergstraße, geschaffen. Die obere Denkmalschutzbehörde hatte mitgeteilt, dass das Tor nicht unter Denkmalschutz stehen würde, also nicht erhalten werden müsste. „Aber das Tor passt sehr gut hierher, deshalb wollen wir es erhalten“, meint Thomas Harborth.

Noch bedarf es viel Fantasie angesichts der vielen Schuttberge und ruinöser Gebäude, sich das in zwei Jahren neu bebaute Areal vorzustellen. Beim Rundgang über das Gelände geht der Blick der Männer immer wieder in Richtung Burg. Horst Eckstein, Thomas Krause, Thomas Harborth und Ralf Kürbis sind sich einig: Das Areal der Burg und der Stadtmühle gehören zusammen. Vielleicht gelingt es eine Verbindung zu schaffen. Ist das Betreute Wohnen gebaut, bleiben etwa 1500 Quadratmeter über, deren Nutzung noch völlig offen ist.