Langenweddingen l „Einmal Ehe und zurück“ lautet der Titel des Buches der Langenweddingenerin Katrin Koeck, das sie zusammen mit Sabine Köllner geschrieben hat. „Das Buch ist Teil meiner Biografie, also der letzten Jahre, seit meiner Trennung. Diese Zeit war für mich eine Aufforderung, über das eigene Leben nachzudenken.“ Dieses sehr private Thema könne zwar nach hinten losgehen, aber nach einem langen Prozess traf die 43-Jährige den Entschluss, ihre Erfahrungen zu veröffentlichen.

„Mein Buch soll andere zum Wandel im Leben ermutigen“, erklärt Katrin Koeck. Jede Entscheidung müsse daraufhin überprüft werden, ob man dazu steht. Der Bruch einer Beziehung sei nur eine Möglichkeit, wie sich ein Leben verändert. Auch der Verlust eines Menschen oder ein Arbeitsplatzwechsel könne ein Wendepunkt sein. „Hier sollte sich jeder Mensch fragen, was für ihn noch stimmig ist“, betont die Autorin Koeck.

Solche Fragen an sich selbst sollte aber jeder nicht erst im Falle eines Verlustes stellen. „Gegebenenfalls kann man auch schon im normalen Alltag eine Änderung herbeiführen. Dabei sollte man nicht davor zurückschrecken, andere Menschen um Hilfe zu bitten.“

Auf den Körper hören

„In einer Partnerschaft dürfe es nicht darauf ankommen, etwas zu verschweigen, nur um den anderen zu schonen“, so Koeck. Wenn es dann zu einer Trennung komme, müsse man sich auf sich selbst konzentrieren. Der Fokus dürfe dann nicht mehr länger auf dem Ex-Partner liegen.

Entscheidend sei es immer, die Weckrufe des Körpers nicht zu ignorieren. Koeck: „Heute mal Kopfschmerzen – schnell eine Tablette eingeworfen und weitermachen, ohne nach zu denken, ist falsch. Irgendwann kommt doch der große Knall.“

Mit ihrer mutigen Selbstreflexion gibt Koeck den Lesern Ideen, wie man sich selbst verwirklichen kann. Koeck: „Man sollte das Leben leben und nicht durchhalten.“