Anmeldequoten

Mit Stand von Ende Oktober 2017 waren folgende Anmeldequoten in den Ortsteilen erreicht worden:

Günthersdorf: 67 Prozent

Neubrandsleben: 64 Prozent

Kleinalsleben: 63 Prozent

Schermcke: 63 Prozent

Hadmersleben: 59 Prozent

Peseckendorf/Neubau: 52 Prozent

Neindorf: 47 Prozent

Klein Oschersleben: 43 Prozent

Hordorf: 41 Prozent

Peseckendorf: 38 Prozent

Alikendorf: 34 Prozent

Altbrandsleben: 30 Prozent

Zwölf Apostel: 25 Prozent

Groß Germersleben: 24 Prozent

Hornhausen: 23 Prozent

Von Jakobsberg und Andersleben lagen keine Anmeldungen vor.

Oschersleben l Exakt ein Jahr ist es her, dass sich der Gemeindesaal von Klein Oschersleben bis auf den letzten Platz füllte. Hier fand am 16. August 2017 die erste Informationsveranstaltung zum geplanten Breitbandausbau in den Ortsteilen der Stadt Oschersleben statt. Die Bürger aus Klein Oschersleben und den umliegenden Orten wie Hadmersleben oder Peseckendorf bekamen vom Netzbetreiber DNSNet und der Stadt Oschersleben als Inhaber des entstehenden Glasfasernetzes viele Informationen zum schnellen Internet.

 Einerseits fließen Fördermittel und die Dorfbewohner haben damit die einmalige Chance eines kostengünstigen Anschlusses. Andererseits wurde bereits vor einem Jahr kein Hehl daraus gemacht, das sich der wirtschaftliche Aufwand nur lohne, wenn sich mindestens 50 Prozent der Bürger eines Ortsteiles für einen Anschluss entscheiden.

In der Runde der Einwohnerversammlungen war auch der Satz gefallen: „Wenn alles gut geht, können im Oktober die ersten Bagger anrollen.“ Wohlgemerkt im Oktober 2017. Passiert ist bislang nichts, kein Bagger ist angerollt.

Überhitzungen

„Überhitzungen am Markt führten Anfang des Jahres dazu, dass ein bereits im Oktober des vergangenen Jahres eingeleitetes Ausschreibungsverfahren zur Ausführung der Bau- und Planungsleistungen für den Breitbandausbau wegen überhöhter Angebotspreise nicht wie geplant im März 2018 zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden konnte“, teilt Oscherlebens Wirtschaftsförderer und Leiter des Bürgermeisterbüros, Mathias Steffen, mit.

Nach einem zweiten Ausschreibungsverfahren konnten inzwischen aber alle Gemeinden, die Mitglied der im Landkreis gebildeten Arbeitsgemeinschaft (Arge) Breitbandausbau, und damit auch die Stadt Oschersleben, die Leistung vergeben. „In den nächsten Tagen findet die Anlaufberatung mit dem beauftragten Unternehmen statt, im Zuge dieser Beratung wird dann auch in gemeinsamer Abstimmung mit dem Netzbetreiber der erste Bauabschnitt festgelegt. Es ist davon auszugehen, dass die Ortsteile mit einer hohen Quote und das Gewerbegebiet Anderslebener Straße natürlicherweise Priorität haben“, berichtet Mathias Steffen weiter.

Zum jetzigen Zeitpunkt könne er noch keine Einzeltermine nennen. Es sei grundsätzlich das Ziel, am Ende alle Ortsteile, derzeitig noch mit der Ausnahme von Ampfurth, auszubauen. „Sollten in einigen Ortsteilen die Quoten allerdings auf dem niedrigen Niveau verbleiben, müssen wir gemeinsam mit dem Fördermittelgeber darüber nachdenken, das Fördergebiet nachträglich entsprechend zu verkleinern. Ich rechne allerdings noch mit steigenden Quoten. Das zeigen die Erfahrungen aus ähnlichen Vorhaben. Sobald der Ausbau erst einmal gestartet ist, kommt es zu einem signifikanten Anstieg der Quoten. Mit dem derzeitigen Stand geben wir uns jedenfalls nicht zufrieden. Am Ende entscheidet aber schlicht und einfach die Bevölkerung darüber, ob ein Ausbau erfolgt oder nicht“, stellt Mathias Steffen fest.

Der gemeinsame symbolische Spatenstich aller Arge-Gemeinden des Landkreises Börde findet am 28. August in Barleben statt.