Gröningen l Wer in diesen Tagen durch die Verbandsgemeinde fährt, dem werden hin und wieder die großen Werbebanner für den Breitbandausbau in den Orten auffallen. Zwanzig von ihnen sind inzwischen platziert worden. Die Verwaltung hat die Einreichungsfrist für Voranmeldungen bis zum 30. September verlängert. Das Plakat wirbt mit dem Dorf Wulferstedt für das Vorhaben und das hat seinen Grund. Mittlerweile haben sagenhafte 70 Prozent der Einwohner sich für das neue Netz ausgesprochen.

Ginge es nach den Wulferstedtern, könnte das Projekt bereits ab sofort in Angriff genommen werden. „Das ist eine stolze Zahl“, befindet Verbandsgemeinde-Bürgermeister Fabian Stankewitz (SPD). „Die Wulferstedter sind die beste Werbung für das Breitband.“ Das hat seinen Grund, herrschen doch in der Gemeinde katastrophale Internetverhältnisse (Volksstimme berichtete). Verbandsgemeindeweit sind für den Beginn des Ausbaus 50 Prozent Beteiligung durch die Bürger anvisiert. Derzeit liegt man immerhin schon bei 22 Prozent.

Zeit wird langsam knapp

Den Wulferstedtern auf den Fersen sind Kloster Gröningen (33 Prozent), Hamersleben (31), Neuwegersleben (29) und Heynburg (28). Da nimmt sich Gröningen mit 15 Prozent noch relativ bescheiden aus. In Kroppenstedt (12), Gunsleben und Krottorf (jeweils 11 Prozent) sind deutliche Steigerungen zu beobachten. Allerdings wird die Zeit langsam knapp. Fabian Stankewitz ist dennoch optimistisch, dass ein ansehnlicher Teil an Voranmeldungen zustande kommt. „Gerade der deutliche Zuwachs in Gröningen freut mich, allerdings ist noch Luft nach oben“, sagt er.

Das Thema sei auch im Verbandsgemeinderat und bei Ausschuss-Sitzungen angesprochen worden. „Wir haben darüber geredet, vielleicht auch mit einer geringeren Quote in den Ausbau zu gehen“, verrät Stankewitz. „Dieser Gedanke ist nicht abschlägig beurteilt worden. Außerdem hoffe ich noch auf weiteren Zuwachs. Es ist ja noch nicht aller Tage Abend.“

Die Breitbandengel sind noch bis Ende September in der Verbandsgemeinde aktiv. Im Augenblick betreuen sie die Veranstaltungen für den Ausbau in Oschersleben und Umgebung. „Anträge für die Westliche Börde können auch dort abgegeben werden“, erklärt der Bürgermeister. „Die dortigen Veranstaltungen können von Interessenten besucht werden.“ Den Bürgern müsse klar sein, dass der Breitbandausbau eine einmalige Chance für die Region sei, die nicht wiederkommen werde. Die wichtigsten Fragen dazu und Erläuterungen finden sich auf der Internetseite der Verbandsgemeinde Westliche Börde: www.westlicheboerde.de