Tourismus

Brücke über die Bode bei Gröningen wird deutlich teurer

Für die Sanierung der Gröninger Bodebrücke werden fleißig Spenden gesammelt. Um das Projekt finanziell auf sichere Füße zu stellen, wurden jetzt auch Fördermittel über das europäische Förderprogramm Leader gestellt.

Von Yvonne Heyer
Während der Sanierung der Bodebrücke müssen besondere Vorkehrungen getroffen werden. Auch deshalb sind die Kosten deutlich gestiegen.
Während der Sanierung der Bodebrücke müssen besondere Vorkehrungen getroffen werden. Auch deshalb sind die Kosten deutlich gestiegen. Foto: Yvonne Heyer

Gröningen l Seit 2020 ist die Sanierung der Gröninger Bodebrücke fest ins Visier genommen. Um den Eigenanteil für Fördermittel aufbringen zu können, werden bereits seit geraumer Zeit Spenden gesammelt. Bürger und Vereine beteiligen sich, wie auch jüngst die Kreissparkasse Börde . Bei den Bürgern findet das Vorhaben eine breite Zustimmung, da die Brücke den Zuckerpark mit den Bodewiesen als Wander- und Radweg verbindet. Allerdings ist die Bodebrücke gesperrt, da sie nicht verkehrssicher ist. Mehrfach wurde die Brücke mit einer Zaunanlage gesperrt, aber die Sicherung wurde immer wieder entfernt. Hinweisschilder zeigen an, dass das Betreten der Brücke verboten ist. Die Stadt Gröningen ist Eigentümerin der Brücke und damit in der Pflicht zum Erhalt und zur Verkehrssicherung.

Die Brücke ist für Fußgänger und Radfahrer eine wichtige Verkehrsachse und wird künftig an Bedeutung gewinnen, da die Zuwegung aus der Altstadt zum Bodebootsverleih auch über die Brücke gewährleistet werden soll. Auch der Boderadweg soll in den nächsten Jahren auf dieser Achse ausgebaut werden. Der im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) benannte Altstadtrundweg würde durch die Nutzbarkeit der Brücke an Qualität gewinnen.

Seit 2020 werden Voruntersuchungen an der Brücke durchgeführt. Eine wasserrechtliche Genehmigung zur Sanierung liege vor. Ein Statiker habe die Standsicherheit der Brücke bestätigt. Gemeinsam mit einem Planungsbüro werden derzeit die Baukosten ermittelt. Bei der Bode handelt es sich um ein Gewässer erster Ordnung, daher sind gewisse Auflagen zu berücksichtigen. „Eine spezielle Rüstung ist für den Abstrahlvorgang notwendig. Während des Abstrahlvorgangs darf nichts in das Wasser gelangen“, erklärte Verbandsgemeindebürgermeister Fabian Stankewitz den Gröninger Stadträten und damit auch die Tatsache, dass die bislang veranschlagten Kosten von 150 000 Euro nicht zu halten sind. Für die Kostensteigerung sind auch die stark gestiegenen Preise für Holz verantwortlich.

Die neuen Kosten belaufen sich auf 275 000 Euro. Aktuell ist im Finanzplan der Haushaltssatzung 2021 für das Planjahr 2022 eine Auszahlung in Höhe von 150 000 Euro geplant.

Legitimation

Der Ansatz für die Auszahlung muss mit der Haushaltssatzung 2022 entsprechend erhöht werden. Das haben die Gröninger Stadträte am 31. Mai beschlossen. Der Beschluss dient bereits vorab zur Legitimation dieser Auszahlung und damit als Nachweis gegenüber dem Fördermittelgeber. Derzeit werden Leader-Maßnahmen in finanzschwachen Gemeinden erhöht gefördert. Geplant war die Maßnahme im Finanzplan mit 75 Prozent Förderung. Im Rahmen der Leader-Förderung wird die Maßnahme nun mit einer Förderquote von 90 Prozent gefördert. Der Eigenanteil der Stadt Gröningen liegt bei 27 500 Euro. Ein Großteil, 17 000 Euro, ist davon bereits durch Spenden zusammen gekommen.

Weitere Spenden sollen durch den Verkauf von Brückenbohlen aufgebracht werden.