Nach Feuer in Hohendodeleben

Buntmetalldiebe sollen Brand gelegt haben

Von Sabrina Trieger

Die Polizei geht davon aus, dass Buntmetalldiebe das Feuer in der Kompostierungsanlage nahe Hohendodeleben gelegt haben. Ein Schaltschrank war aufgebrochen und Kabel entwendet worden. Die Ermittler suchen nun mögliche Zeugen.

Hohendodeleben l Nach dem Feuer in der Kompostierungsanlage zwischen Hohendodeleben und Schleibnitz geht die Polizei jetzt von Brandstiftung aus. Es wird vermutet, dass die Täter bereits in der Nacht zum Pfingstsonntag gegen 0.40 Uhr auf das Recyclinggelände eingebrochen sind. Die Kripo hatte nahe dem Brandort eine Tür zum Schaltraum entdeckt, die gewaltsam aufgebrochen worden war.

Die Täter beschädigten in der Räumlichkeit den Schaltschrank. Hieraus entwendeten sie laut Polizei Buntmetall. Mit dem Diebesgut flüchteten sie in unbekannte Richtung. Da die Technik zeitüberwacht war, konnte die Polizei die Tatzeit auf 0.40 Uhr genau bestimmen. Gegenwärtig prüfen die Kriminalisten nun, ob der Brand auf dem Gelände möglicherweise durch die Täter gelegt wurde und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

Auch ein Zusammenhang mit dem Brand auf dem Gelände Mitte Mai wurde untersucht, erklärte gestern Polizeisprecher Joachim Albrecht. Zuletzt hatte es auf der Anlage einen Schwelbrand am 13. Mai gegeben. Jenem Brandverlauf sei aber nach bisherigen Erkenntnissen keine Diebstahlshandlung vorausgegangen, sagte Albrecht. Die Ermittler fragen nun zum jüngsten Feuerfall: Wer hat fremde Personen in den Nachtstunden auf dem Gelände oder im Nahbereich beobachtet? Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.

Die Freiwillige Feuerwehr Hohendodeleben war zu dem Großbrand am Pfingstsonntag gegen 6.35 Uhr alarmiert worden. Zwölf Kameraden rückten aus. Am Einsatzort stellten die Kameraden brennendes Kompostmaterial auf einer Länge von zirka 20 bis 30 Meter fest.

Die Löscharbeiten dauerten fünf Stunden. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Kompost befand sich zudem ein Lager mit Müllresten, aus denen bereits Rauchwolken aufstiegen. Ein Ausbreiten des Brandes konnte zuerst mit dem vorhandenen Löschwassertank verhindert werden. Die weitere Löschwasserversorgung erfolgte dann mittels einer Pumpe aus der angrenzenden Sandkuhle.

Unterstützend kam der Radlader der Firma zum Einsatz, mit dem der Komposthaufen auseinandergezogen wurde. Aufgrund der massiven Rauchentwicklung durch brennende Abfälle sei es notwendig gewesen, einen Trupp mit Atemschutz über umluftabhängige Filter auszurüsten. Der Einsatz konnte erfolgreich beendet und weiteres Kompostiermaterial vor dem Abbrand gesichert werden.

Die Einsatzstelle der Feuerwehr konnte an die Firmenmitarbeiter gegen 11.30 Uhr übergeben werden. Bei dem Brand sei kaum Schaden entstanden, hieß es am Pfingstmontag.